INTERVIEWS UND HINTERGRüNDE

Mads Mikkelsen im Roadmovie „Move on“, einem Projekt der Deutschen Telekom

Mads Mikkelsen im Internetfilm Move on der Dt. Telekom

Mads Mikkelsen in "Move on"

(Sponsored by Dt. Telekom)
Im aktuellen Werbespot zum neuen Golf von Volkswagen darf Depeche Mode-Frontmann Dave Gahan zufrieden hinter dem Steuer des neusten Modells lächeln, während im Hintergrund der Welthit seiner Band „People are People“ erklingt. Prominente in inszenierten kleinen Werbefilmen, diese Kombination gibt es seitdem es Werbefilme gibt. Schwierig wird es nur, wenn der prominente Film-, Sport- oder Popstar im Kopf des Werbekunden hängen bleibt, während der zu bewerbende Duft, Kaffee oder das Parfüm nach wenigen Sekunden in Vergessenheit gerät. Oder wissen Sie noch wie beispielsweise das Getränk heißt, für das die Schauspielerin Scarlett Johansson zur Zeit Werbung macht? Oder für welche Kaffeemaschine George Clooney zuletzt verschmitzt von der Seite lächelte? Eben. Dieser Werbeeffekt lässt sich jedoch intensivieren. Product Placement lautet die Erfolgsformel. Ein bekannter britischer Geheimagent beherrscht diese Formel in seinen (Leinwand-)Auftritten bis zur Perfektion. „Das können wir auch“, muss sich die Deutsche Telekom im Sommer 2012 gesagt haben. Und mehr noch, „wir lassen die Handlung des Films von Internet-Usern schreiben“. Herausgekommen ist das Projekt „Move on“, ein hundertminütiger Internetfilm, ein Roadmovie von Asger Leth („Man on a Ledge“) mit dem dänischen Superstar Mads Mikkelsen in der Hauptrolle.

Szene aus dem Internetfilm Move on der Dt. Telekom

Mads Mikkelsen

Im Zentrum des Films steht diesmal nicht der Hauptdarsteller sondern die Gadgets, die Errungenschaften der Technik, mit denen auch eine Handlung weiter transportiert werden kann. Ohne Frage handelt es sich bei einem Film der Deutschen Telekom um Werbung für die eigenen Produkte, jedoch – und das sollte man den Machern zugute halten – geschieht dies hier bei weitem nicht so omnipräsent wie in aktuellen Mega-Blockbustern vom Format „James Bond“ oder „Mission: Impossible“, in denen es enervierend viele so genannte Logo-Freeze- oder nennen wir sie beim Namen, Sony – bzw. Apple – Momente gab und gibt. Asger Leths „Move on“ will qualitativ ernst zu nehmendes Kino sein, in dem die Produkte diskreter eingesetzt werden. Was auch gelingt.

Die Ausgangsidee dieses Roadmovies ist so simpel wie hinlänglich in der Filmhistorie erprobt: Ein geheimnisvoller Mann, ein Koffer mit sensiblem Inhalt und acht europäische Länder: Durch dieses Grundkonstrukt konnten Internet-User auf neuartige Weise zur aktiven Mitarbeit angestiftet werden. Nach dem Aufruf, sich über eine Website zu bewerben, wurden aus 9.000 Vorschlägen für Details im Film die 400 interessantesten ausgewählt und ins mehr oder weniger offene Drehbuch eingearbeitet. Die einen gestalteten ein Poster im Straßenbild, einen Sticker fürs Auto oder eine Zeitungstitelseite, andere schlugen Musik für den Soundtrack vor oder durften als Statisten im Opernpublikum oder als Passanten an den Drehschauplätzen agieren.

Szene 2 aus dem Internetfilm Move on der Dt. TelekomZwar gibt es in der Filmhistorie zahlreiche Belege, dass das Sprichwort „Zu viele Köche verderben den Brei“ für viele Projekte zum künstlerischen Albtraum wurde, die Verantwortlichen des Projektes „Move on“ allerdings fanden diese Ausgangsbasis durchaus förderlich. Dazu Autor Matt Greenhalgh („Control“) und Regisseur Asger Leth nach der Premiere in Berlin: „Es klingt verrückt, doch eine einfache konzeptuelle Geschichte zu konstruieren, die dem Film einen durchgehenden Faden gibt und zugleich genug Raum für äußere Einflüsse lässt, hat ungeheuren Spaß gemacht. Das war ein wunderbares Laborexperiment.“ Weiterhin durften die angemeldeten User bestimmen, welche Drehorte in elf Ländern gewählt werden, wie die Namen der Charaktere lauten könnten, und wann welche Filmmusik am besten passen dürfte.

So führt es die Hauptfigur, einen umtriebigen Agenten mit einem mysteriösen Koffer, verkörpert von Mads Mikkelsen, durch Länder wie die Niederlande, Österreich, Mazedonien, Kroatien oder Deutschland sowie Albanien. Stets mit dem Blick auf länderspezifische Besonderheiten aus der Filmhistorie: So dürfen natürlich Szenen aus einer Opernaufführung oder dunklen Seitenstraßen (Österreich, „Der dritte Mann“) ebenso wenig fehlen wie Szenen aus einem heruntergekommenen Hotel (Albanien, „Hostel“) oder von kroatischen Naturwundern („Winnetou“). Zugegeben, die Handlung und damit zusammenhängend die Dramaturgie offenbaren einige Schwächen. Auch zahlreiche filmische Vorbilder von James Bond über Jason Bourne bis hin zu Ethan Hunt standen hier sichtlich Pate bei diesem Projekt. Dennoch spürt der Zuschauer den Spaß aller Beteiligten bei jeder Filmminute, denn – und das gab Regisseur Asher Leth nach der Premiere auch zu Protokoll: – „Ein Team auszuwählen und tatsächlich 8000 Kilometer gemeinsam zu reisen, zusammen zu leben und zu atmen als Organismus, der sich bewegt, das war reiner Rock ´n´ Roll!

Hier der ganze Film zum Projekt „Move on“. Alle weiteren Infos zum Projekt findest Du unter www.move-on-film.de. Vielleicht hast Du es genauso gewollt:



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