INTERVIEWS UND HINTERGRüNDE

INTERVIEW MIT MATTHIAS SCHWEIGHÖFER – Matthias Schweighöfer

Zu Gast in Münster

An einem Sonntagabend war der Schauspieler Matthias Schweighöfer
zu Gast in Münster, um seinen neuen Film „Polly Blue Eyes“ vorzustellen.
Mehrfilm.de nahm die Gelegenheit war, um dem Jungstar ein paar Fragen zu stellen.
Schweighöfer stellte sich geduldig mit seiner unnachahmlichen Berliner Schnauze
unseren Fragen und hatte einige interessante Antworten parat.

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Matthias Schweighöfer

Mehrfilm.de: Guten Tag Herr Schweighöfer, ihr neuer Film „Polly Blue Eyes“ ist wieder
einmal eine Komödie. Werden deutschen Schauspielern zurzeit nur Komödien angeboten?

Matthias Schweighöfer: Hallo, ick glaub, wir können wohl Du zueinander sagen.
Also „Polly“ liegt jetzt etwa zwei Jahre zurück. Danach habe ick „Schiller“ gemacht und
als nächstes werde ich eine Rolle in einem Thriller übernehmen.
Nein, es gibt für deutsche Schauspieler nicht nur Komödien.

Mehrfilm.de: Sollte es nach der aufwendigen „Schiller“-Produktion bewusst
ein anderes Genre sein?

M.S.: Ja, „Schiller“ war eine intensive Erfahrung.
Dann kommt ein völlig anderes Projekt gerade richtig.

M: Kannst Du mehr über das neue Projekt verraten?

M.S.: Nein, leider noch nicht, nur, dass es eine europäische Produktion ist.

M.: Du bist heute in Münster zu Gast, hast Du schon etwas von der Stadt
gesehen?

M.S.: Nein, leider noch nicht viel. Det werde ick morgen mal machen.
Ich war heute nur kurz an einem See spazieren, det war nett.
Es soll hier viele Studenten geben habe ick jehört. Det finde ich cool.

M.: Ja, der Aasee. Münster hat über 60.000 Studierende.
Was würdest Du studieren, wenn Du als Student in Münster wohnen würdest?

M.S.: Ich habe ja schon was studiert: Schauspiel in Berlin. Drei Jahre.
Hier in Münster würde ich vielleicht irgendwas mit Medien machen wollen.
Kann man das hier?

M.: Ja, da gibt es einiges. Wie kam es zu dem Wunsch, Schauspieler
werden zu wollen?

M.S.: Das lag auf der Hand. Papa ist Schauspieler, Mama ist Schauspielerin,
Großeltern sind Schauspieler, Patenonkel ist Schauspieler, Patentante,
einfach alle in meinem Umkreis haben etwas mit der Schauspielerei zu tun.

M.: Ich muss noch eine Frage zu deinem Film „Kammerflimmern“ loswerden.
Da gibt es eine heikle Szene mit der schwangeren Jessica Schwarz. Wie war das genau
und wann fand der Dreh dieser Szene statt?

M.S.: Welche Szene meinst Du genau (grinst)?

M.: Na, die Sexszene auf – oder besser am Tisch.

M.S.: Aaah … ja, „Kammerflimmern“ war bereits der dritte Film mit Jessica.
Wir kennen und verstehen uns gut. Die Sexszene habe ick mit einem Double,
einer tatsächlich schwangeren Frau gedreht. Das ist völlig un-sexy.
Da stehen 45 Leute am Set, Du ziehst Dich aus, Sie zieht sich aus, Du sagst Hallo,
ich bin Matthias, man macht das, was im Drehbuch steht und der Regisseur gibt die
Kommandos, fertig. Völlig unspannend.
Witzig war nur, als ich der schwangeren Frau laut Drehbuch über den Bauch
streicheln sollte. Auf einmal boxt der kleine Bewohner so heftig, dass ich det
gemerkt habe und zurückgeschreckt bin. Da mussten alle lachen.

M.: Gibt es einen Lieblingsregisseur?

M.S.: National oder International?

M.: International?

M.S.: Ja, ich mag die jungen französischen Regisseure sehr gerne.
Mit Cedric Klapisch beispielsweise könnte ich mir sehr gut eine Zusammenarbeit vorstellen. (grinst)




M.: Matthias, vielen Dank für das Gespräch. Und viel Spaß noch in Münster.



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