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18. Filmfest Oldenburg 14.-18.09.2011

Festivalplakat Oldenburg 2011Das kleine aber feine internationale Filmfest Oldenburg wird 18! Das „deutsche Sundance“, wie es oft genannt wird, ist also bald volljährig. Und wie feiert man einen 18. Geburtstag? Mit reichlich „Sex, Drugs and Rock´n´Roll“ natürlich! Nicht nur die zahlreichen Filmfans und -nerds aus der ganzen Welt, die „ihrem“ Independent-Filmfestival bereits seit Jahren die Treue halten, dürfen sich also auf ein ganz besonderes Festival freuen. In Oldenburg wird dies in diesem Jahr mit „Sex“ (auf der Leinwand, Eröffnungsfilm „Kein Sex ist auch keine Lösung), „Drugs“ in Form von berauschendem Filmstoff (mehr als 50 Filme in 75 Aufführungen) und „Rock´n´Roll“ in Form eines reichhaltigen Rahmenprogramms gefeiert.

Ab kommenden Mittwoch, dem 14. September 2011 geht es los. Zur Eröffnungsgala am Abend haben sich bereits zahlreiche nationale und internationale Schauspieler (Jurypräsident Matthew Modine, Regisseur Ted Kotcheff, Deborah Kara Unger, Seymor Cassel) angekündigt. Zusammen mit rund 1000 weiteren Zuschauern werden sie (erstmalig in der EWE Arena) die oben genannte deutsche Komödie von Torsten Wacker als Eröffnungsfilm sehen. Auch für die „Eltern“ bzw. „Paten“ des Geburtstagskindes ist dies ein besonderer Tag. Denn noch im letzten Jahr war noch längst nicht klar, ob es weitere Film-Feierlichkeiten in Oldenburg geben wird. Die Stadt Oldenburg hatte ihre Förderung für das Kind von 100.000 Euro um mehr als die Hälfte auf 47.500 Euro abgesenkt. Und der Vater und Initiator des Festivals, Torsten Neumann, drohte 2010 gar, die Veranstaltung für das Folgejahr abzusagen, wenn dies die langfristige Ansage bliebe. Nach diversen Gesprächsrunden hatte die Stadt dann noch einmal 77.000 Euro zugesagt.

Dass die vielen Kulturfreunde der Region vielleicht aber bald auf italienische Verhältnisse treffen, dafür werden sie sich nicht nur bei ihren Volksvertretern, sondern auch beim großen Energieversorger EWE bedanken dürfen. Der Energieriese hatte sein Sponsoring für das Festival deutlich zurückgefahren. Obwohl Festivalleiter Torsten Neuman im letzten Jahr noch knapp 15.000 Zuschauer, die nicht nur in der Stadt geschlafen und gefrühstückt, sondern auch die vielen Freizeitangebote genutzt hatten, nach Oldenburg gelockt hat, liegt der Etat auch in diesem Jahr bei nur knapp 300.000 Euro. Das bedeutet für die Feier in 2011: weniger Vorstellungen und der Verzicht auf eine technische Aufrüstung (zum Beispiel für Filme in HD). Leider entfällt auch die Dokumentarfilm-Reihe.

Szene aus dem Film The Ward

Amber Heard in "The Ward"

Bleibt zu hoffen, dass die fünftägigen Feierlichkeiten in Oldenburg auch ohne teuren Schampus reichlich Qualität und Spaß versprechen. Dafür dürfte nicht zuletzt das wieder einmal herausragende Filmangebot sorgen. Vor allem die Deutschlandpremiere des Horrorthrillers „The Ward“ von Altmeister John Carpenter („Die Klapperschlange“, Halloween“) und eine Vorführung des Indie-Lieblings „For Lovers Only“ von Michael Polish sagen darüber bereits einiges aus. Die Zahl 18 als Symbol für eine Zeit des Umbruchs, des Erwachsenwerdens und Loslassens soll sich laut Torsten Neuman aber auch im Programm widerspiegeln. Knapp 900 Filme, so viele wie noch nie zuvor, sind dafür im Vorfeld eingereicht worden.

Szene aus dem Film For Lovers Only

Stana Katic und Mark Polish in "For Lovers Only"

Wie auch im letzten Jahr werden wir über die bekannten Kanäle (Twitter, Facebook, Blog) über das Festival berichten. Alles weitere dazu findest Du in diesen Tagen also hier und über die Homepage des Festivals, sowie über die eigene IPhone-App und den eigenen twitter-Account zum Festival. Wir freuen uns auf den Geburtstag. Hoch die Tassen! Vielleicht sehen wir uns in Oldenburg…



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