SIEGER UND VERLIERER

Cannes 2008 – Die 61. Verleihung der Goldenen Palme

Die Preisträger

cannes 2008

Jury-Präsident Sean Penn stellte noch vor der Präsentation des ersten Films seine (hohen) Erwartungen an die zahlreichen Filme vor: „Der Preisträger der 61. Filmfestspiele von Cannes sollte ein politischer Film sein. Er soll im Hier und Jetzt spielen und das aktuelle politische Geschehen zum Leitmotiv haben.“ Damit war klar, dass die Hollywood-Filme von Soderbergh, Gray oder Eastwood in diesem Jahr nur eine Statistenrolle einnehmen würden.

Und es verwunderte nicht allzu sehr, dass am Ende ein kleiner französischer Film über einen Lehrer an einer Schule vor den Toren Paris eine goldene Palme in den Händen halten konnte. Der erste Gewinner aus Frankreich nach 21 Jahren. Ansonsten übertrafen sich die zahlreichen Stars aus Hollywood mal wieder mit ihrern Liebesbekundungen zum Filmfest von Cannes. Zahlreich wie nie waren sie aus Hollywood an die schöne Cote´d Azur gereist. Bei Angelina Jolie und Brad Pitt geht die Liebe schon so weit, dass sie sich gleich eine 44 Mio Euro teure Villa in Frankreich kauften. Davon träumen wohl die meisten. Genauso wie von einer Einladung für das Filmest in Cannes. Einmal das aufregendste Filmfest der Welt erleben. Mit einem Bericht vielleicht eines Tages direkt vor Ort? Man wird ja noch träumen dürfen.

Hier sind erst einmal die wichtigsten Preisträger 2008:

Goldene Palme

Laurent Cantet für „Entre les murs“, Frankreich

Großer Preis der Jury

„Gomorra“ von Matteo Garrone, Italien

Beste weibliche Hauptdarstellerin

Sandra Corveloni für „La ligna de passe“ von Walter Salles, Brasilien

Bester männlicher Hauptdarsteller

Benicio Del Toro für „Che“ von Steven Soderbergh, USA

Bestes Drehbuch

„La silence de Lorna“ (Lornas Schweigen) von Jean-Pierre und Luc Dardenne, Belgien

Beste Regie

„Üc Maymun“ (Die drei Affen) von Nuri Bilge Ceylan, Türkei

Spezialpreis der Jury

„Il Divo“ von Paolo Sorrentino, Italien

Spezialpreis für ein Lebenswerk

Cathérine Deneuve aus dem Film „Un conte de noel“ von Arnaud Desplechin, Frankreich

Preise der Nebenreihe „Un certain regard“:




Hauptpreis: „Tulpan“, von Sergej Dvortsevoy, Russland
Jury-Preis: „Tokyo Sonata“ von Kiyoshi Kurosawa, Japan
„Coup de coeur“ der Jury: „Wolke 9“ von Andreas Dresen, Deutschland
„Knockout-Preis»: „Tyson“ von James Toback, USA
„Hoffnungspreis»: „Johnny Mad Dog“ von Jean-Stéphane Sauvaire, Frankreich



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