SIEGER UND VERLIERER

Cannes 2006 – Die 59. Verleihung der Goldenen Palme

Die Preisträger

Jury-Vorstand Wong Kar-Wai lobte den Abwechslungsreichtum des Wettbewerbs. Eine „Wolke voller Wunder“ habe er gesehen, ließ er vor der Verleihung der Preisträger verkünden. Und es stimmt: Von irischen Freiheitskämpfern (Ken Loach), über schräge kalifornische Untergangsszenarien („Southland Tales“), soziale Milieustudien (Andrea Arnolds „Red Road“), Verlierer-Balladen (Aki Kaurismäki) dekadente Adels-Teenies („Marie Antoinette“) bis hin zu phantastischen Traumwelten (Guillermo del Toro, „Pan’s Labyrinth“) wurde dieses Jahr tatsächlich viel Aufregendes geboten in Cannes. Leider aber blieben viele Hoffnungsträger hinter den Erwartungen zurück, so dass man Höhepunkte fast vergeblich suchte.

Am Ende blieb es ein Festival, das weder zu den lautesten, noch zu den leisesten gehört, sondern mit vielen unterschiedlichen Perspektiven ein Abbild des sich wechselnden Kino-Zeitgeistes liefert: Die alten Hasen variieren
noch einmal erfolgreich ihre angestammten Themen, während die neuen, jungen Talente sich erst noch ausprobieren müssen.

Hier sind die wichtigsten Preisträger:

Goldene Palme 2006

Ken Loach für „The Wind that Shakes the Barley“

Großer Preis der Jury

„Flandres“ von Bruno Dumont

Beste weibliche Hauptdarstellerin

Penélope Cruz, Carmen Maura, Lola Duenas, Chus Lampreave, Yohana Cobo für „Volver“

penelope cruz volver Penélope Cruz in „Volver“

Bester männlicher Hauptdarsteller

Jamel Debbouze, Samy Naceri, Roschdy Zem, Sami Bouajila, Bernard Blancan für „Indigénes“

Bestes Drehbuch

Pedro Almodovar für „Volver“

Beste Regie

Alejandro Gonzales Inarritu für „Babel“

Spezialpreis der Jury




„Red Road“ von Andrea Arnold



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