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Josh Brolin und Rooney Mara in „Oldboy“-Remake?

Szene aus Park-Chan Wooks Film Oldboy

Szene aus Park-Chan Wooks "Oldboy"

2003 kam ein Film in die Kinos, der für viele Cineasten bis heute als einer der besten Thriller der sogenannten „Nuller-Jahre“ gilt. Ein Film über einen 15 Jahre in einem Zimmer inhaftierten Kleinkriminellen: „Oldboy“ von Park-Chan Wook. Die Verfilmung dieser verzwickten Geschichte, die lose auf einem gleichnamigen japanischen Comic basiert, war mit Sicherheit einer der außergewöhnlichsten und extremsten Filme des Kinojahres. Der mittlere Teil von Wooks weltweit gefeierter Rache-Trilogie – nach „Sympathy for Mr. Vengeance“ (2002) und vor „Sympathy for Lady Vengeance“ (2005) – besticht vor allem durch starke Kampfszenen, exzellente Schauspielleistungen, eine famose Kameraführung und eine Erzählstruktur, deren Clou es mit vielen Thrillern aus Hollywood nicht nur aufnehmen kann, sondern diese manchmal wie erste Entwürfe talentierter Filmhochschulabsolventen aussehen lässt. Auch nach mehrmaligem Anschauen verursacht dieser Film bis heute bei mir immer wieder Gänsehaut.

Spike Lee

Spike Lee

Bereits im Juli dieses Jahres berichtete das US-Film-Fachblatt „Variety“, dass der amerikanische Regisseur Spike Lee ein Remake des Meisterwerks plane. Ursprünglich wollte sogar Steven Spielberg den Stoff mit Will Smith in der Hauptrolle neu verfilmen. Mit ersten unterschriebenen Verträgen für Drehbuch und die ersten Darsteller nimmt das Projekt nun ernste Formen an. Ebenfalls bereits im Juli berichteten unsere Freunde von Moviejones, dass Spike Lee kein sklavisches Remake drehen wird, in der Szenen 1:1 nachgebildet werden, sondern (die Produzenten von „Departed – Unter Feinden“ stecken hinter dem Remake, die schon aus Alan Maks „Infernal Affairs“ (2002) das Beste herausgeholt hätten), man will wie bei Infernal Affairs/The Departed bei „Oldboy“ ähnlich verfahren und die Story nicht nur geographisch, sondern auch kulturell anpassen.

Das Drehbuch zum Film stammt vom „I am Legend“-Autor Mark Protosevich und soll etwa 20 Prozent an neuem Material beinhalten. Das Ziel sei es, so in der News bei Moviejones, dass Lees „Oldboy“ eine Mischung aus der koreanischen Version, der Comic-Vorlage und gänzlich neuen Elementen wird, die amerikanisch ausgerichtet ist.

Josh Brolin

Josh Brolin

Wie am gestrigen Mittwoch in dem hervorragenden Filmblog „Slashfilm“ bekannt wurde, stehen neben der Hauptrolle, verkörpert von Josh Brolin, nun auch zwei weitere Darsteller für das „Nahezu-Remake“ fest: „The Social Network“ und „The Girl with the Dragon Tattoo“-Star Rooney Mara soll die Rolle der Tochter, die im Original „Mary“ heißt, übernehmen. Und Christian `Batman` Bale soll in einer wichtigen Figur als Bösewicht auftauchen Mit Rooney Maras baldiger Unterschrift unter das Projekt wird wohl immer klarer, dass sie längst das „Next Big Thing-Girl“ in Hollywood ist.

Plakat The Girl with the Dragon Tattoo

Teaser Plakat Verblendung

Bevor es aber soweit ist, muss sich Rooney Mara erst einmal in David Finchers „The Girl with the Dragon Tattoo“ beweisen. Ob sie sich mit Noomi Rapace, der Hauptdarstellerin aus der schwedischen Filmtrilogie, messen kann? Letztere bekam für ihre Leistung nicht nur unzählige Preise verliehen, sondern galt im letzten Jahr auch als „Next Big Thing“ in Hollywood, z. B. spielt Rapace die weiblichen Hauptrollen im neuen Sherlock Holmes Film „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ und in Ridley Scotts neuem Alien-Film „Prometheus“. Die beiden Trailer zum Film von Fincher, die wir bereits vor einiger Zeit online gestellt hatten, lassen bereits erahnen, dass Rooney Mara ihre Lizbeth Salander sehr viel „jünger“, „schnoddriger“ und adolszenter anegelegt hat. Die Dreharbeiten zu Spike Lees „Oldboy“ sollen im März 2012 beginnen.Bis dahin hat hat Rooney Mara noch genug Zeit, sich von den Dreharbeiten und der PR-Tour zu „The Girl…“ zu erholen. Wir freuen uns auf beide Projekte.



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