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Fack Ju Göhte 2-Erfolg ebbt nicht ab – auch in Münster nicht

Bild (c) 2015 Constantin Film Verleih GmbH.

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Kein Film lockt in Deutschland derzeit mehr Besucher in die Kinos als der zweite Teil von Bora Dagtekins Komödie über die Abenteuer der Gesamtschul-Klasse aus Berlin. Seit dem Kinostart am 10. September wollten bereits 4,1 Mio. Besucher Zeki Müller und seine „Schwachmaten“ auf der großen Leinwand sehen. Allein im Cineplex in Münster haben über 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauer den Schulausflug der 10b nach Thailand miterlebt (siehe Kino-Top-Ten aus Münster). So schnell übersprang in diesem Jahr noch kein Film die 4-Mio-Besucher-Marke (nach 11 Tagen). Woran kann das liegen? Zumal die „Konkurrenz“ aus Hollywood mit Filmen wie „Maze Runner 2“, „Everest“ oder immer noch „Straight Outta Compton“ scharfe Geschütze aufgefahren hatte.

Wie wir bereits in der Kritik zum Film geschrieben hatten, liefert auch Bora Dagtekins Nachfolger zu seiner Erfolgskomödie „Fack Ju Göhte“ ein Feuerwerk an Pointen und Situationskomik. Auch „Fack Ju Göhte 2“ nimmt wieder augenzwinkernd die viel diskutierte Bildungsmisere aufs Korn und feiert diesmal ein großes Wiedersehen mit allen Charakteren, die im ersten Teil über sieben Millionen jungen und erwachsenen Zuschauern ans Herz gewachsen sind. Vor allem eine Schülerin hat es den vielen Kinobesuchern im deutschsprachigen Raum angetan: „Chantal“, überzeugend gespielt von Jella Haase, ist der derzeit wohl beste Blondinenwitz im Medienzirkus.

Szene_Fack_ju_to_Chantal_1Sprüche wie „Oh, Du bist soo Arzt“ oder ihr nöliges „O Mann, Herr Müller“ verbreiten sich zur Zeit wie das Grippevirus im nassen Herbst auf den Schulhöfen der Republik. Geschickt hatte Bora Dagtekin, der auch das Drehbuch zum Film schrieb, den Zeitgeist zu den zahlreichen Video-Stars auf YouTube (Dagi Bee, Shirin David) aufgegriffen und mit Chantal die perfekte Antwort geliefert. Obwohl die Figur der „Dumb Blondes“ alles andere als neu ist. Grelle Kleidung, freizügiges Dekolleté, rote Lippen und Kindersprüche, das alles hatte es bereits bei Marilyn Monroe („Wie angelt man sich einen Millionär?“), Kelly Bundy („Eine schrecklich nette Familie“) oder (einige werden sie noch kennen) Ingrid „Klimbim“ Steeger gegeben. Nicht zu vergessen die zahlreichen Reality-Prolleten aus dem Privatfernsehen.

Wie beruhigend, dass Bora Dagtekin seine Charaktere dabei alles andere als der Lächerlichkeit preisgibt. Wenn Bildungsverlierer wie Chantal lieber dem Hedonismus frönen, dabei aber immer wieder vorführen, dass Schule auch Spaß machen kann und sich weiter lernfähig wie -willig zeigen („wir haben diesen ´Faust` gelesen“), nicht nur dadurch, dass sie ihrer heimlichen Liebe Herrn Müller (Elyas M´Barek) damit zur Seite springen, darf es ruhig noch weitere Abenteuer von Chantal und/oder der ganzen Klasse der 10b geben, oder? Auf zu weiteren Rekorden!

 

 

 



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