NEWS

Die Gewinnerfilme aus Lünen und Braunschweig heißen …

Tini Tüllmann (Regie: Freddy Eddy) mit der "Lüdia 2016". Bild: Presse Kinofest Lünen.

Tini Tüllmann (Regie: Freddy Eddy) mit der „Lüdia 2016“. Bild: Presse Kinofest Lünen.

Am vergangenen Wochenende gingen zwei Kino-/bzw. Filmfeste zu Ende. Das Kinofest in Lünen und das 30. Internationale Filmfestival in Braunschweig. Im ersten ging es um die „Lüdia“, im zweiten um den Publikumspreis „Heinrich“. Zu den Einzelheiten. Lünen. Als sich am Sonntagabend die Türen des Heinz-Hilpert-Theaters in der Stadt in der Nähe von Dortmund nach der Abschlussgala schlossen, hatten 9.900 Besucher_innen das 27. Kinofest in der Cineworld Lünen besucht, ein neuer Besucher_innen-Rekord. Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis LÜDIA, der durch Publikumsstimmen ermittelt wird, ging an die Regisseurin Tini Tüllmann für ihren Genrefilm FREDDY EDDY. Tini Tüllmann und ihr mit Felix Schäfer, Jessica Schwarz und Burkhart Klaußner hochkarätig besetzter Psychothriller hatte zuvor in zwei Vorstellungen das Lüner Publikum begeistert. Die Regisseurin Tüllmann hat den Preis am Abend persönlich entgegengenommen.

Der Kinderfilmpreis RAKETE, dotiert mit 3.000 Euro, ging an AUF AUGENHÖHE von Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf. Die Publikumspreise in den Kurzfilmwettbewerben erhielten die beiden Spielfilme UN ÉTAT D’URGENCE von Tarek Roehlinger und AM ENDE DER WALD von Felix Ahrens.

Szene aus "Radio Heimat".

Szene aus „Radio Heimat“.

Als Abschlussfilm war im Anschluss an die Preisverleihung die Ruhrgebietskomödie RADIO HEIMAT von Matthias Kutschmann zu sehen, der den Film gemeinsam mit den Darstellern Peter Nottmeier und Martin Semmelrogge präsentierte. Neben einem Programm mit 60 aktuellen Spiel- und Dokumentarfilme beschritt das Kinofest auch 2016 wieder einmal neue Wege. Neu war eine Reihe von internationalen Filmen, die mit deutscher Beteiligung entstanden sind, darunter Arbeiten wie FRANTZ von François Ozon oder DER GLÜCKLICHSTE TAG IM LEBEN DES OLLI MÄKI von Juho Kuosmanen.

Zum ersten Mal wurde mit HERBERT, dem LÜDIA-Preisträger 2015, ein Film in der Justizvollzugsanstalt Werl präsentiert. Rund 70 Inhaftierte konnten im Anschluss mit Regisseur Thomas Stuber und Co-Produzent Anatol Nitschke über das packende Drama diskutieren – eine berührende und intensive Erfahrung für alle Beteiligten.

Preisträger 30. Filmfest Braunschweig.

Preisträger 30. Filmfest Braunschweig.

Braunschweig. Die Preisverleihung zum 30. Internationalen Filmfestival fand bereits am Samstag statt, und zwar im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig. Den Publikumswettbewerb um den „Heinrich“, den Preis für den besten europäischen Debüt- oder Zweitfilm, gewann die niederländisch-schwedisch-bulgarische Produktion „The Paradise Suite“ (Verleih: Media Luna New Films). Regisseur Joost van Ginkels Drama um sechs Menschen aus sechs Ländern deren Wege sich in Amsterdam kreuzen, lief in Braunschweig als deutsche Erstaufführung. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis stiftet der Hauptsponsor des Festivals Volkswagen Financial Services. Im Wettbewerb standen zehn Filme, davon neun deutsche Erstaufführungen.

Der deutsch-französische Jugendpreis KINEMA ging an „A Taste of Ink“ von Regisseur Morgan Simon. Das Vater-Sohn-Drama (Verleih: Versatile) feierte in Braunschweig seine Deutschland-Premiere. Den Preis vergab eine junge Jury aus zwei Deutschen und drei Franzosen im Alter von 16 bis 17 Jahren. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

Szene_lantouriNeu war die Auszeichnung zum „Schwarze Löwe“ für den besten Film der „Beyond“-Reihe. Die Reihe ist einem aufregenden neuen Kino gewidmet, das visuell oder thematisch Risiken eingeht, Experimente wagt und neue filmsprachliche Tendenzen aufzeigt. Erster Preisträger des „Schwarzen Löwen“ ist der iranische Film „Lantouri“ (Verleih: Iranian Independents, rechts im Bild eine Szene) von Regisseur Reza Dormishian. Die dreiköpfige Jury mit der russischen Regisseurin und Produzentin Lika Alekseeva, der deutschen Produzentin Andrea Staerke und dem deutschen Regisseur und Produzent Huan Vu wählte die iranische Robin-Hood-Story aus acht internationalen Produktionen aus. Der Preis war mit 2.500 Euro dotiert. Auch er wurde ermöglicht von Volkswagen Financial Services.

Auch im nächsten Jahr soll es die Filmfeste in beiden Städten wieder geben, so die Presseverantwortlichen. Bis dahin heißt es dennoch: Daumendrücken.

Merken



Ähnliche Beiträge:

Dieser Beitrag wurde unter News abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.