KRITIK

Zum Glück geküsst

Zum Glück geküsst Man lernt einfach nicht aus. „SP“, wer hätte das gewusst, ist die in Loser-Kreisen gängige Abkürzung für „Scheißpech“. Donald Petries Schmatzer-Schmonzette „Zum Glück geküsst“ macht uns mit diesem galgenhumorigen Verlierer-Jargon vertraut, sie erzählt vom jungen Jake (Chris Pine), der soviel SP hat, dass davon eine mittlere Kleinstadt unglücklich werden könnte. Damit ist Jake das exakte Gegenteil von Ashley (Lindsay Lohan), einer Glücksprinzessin unverschämten Ausmaßes, die von Sonne und Erfolg in einer Brechreiz verursachenden Weise verwöhnt wird.

Doch eines Nachts, während eines schicksalhaft herbeikonstruierten Maskenballs, wendet sich das Blatt. Ashley küsst den ihr fremden Unglücksraben Jake und erbt dessen gesamtes Pech, während Jake unversehens von der Schokoladenseite des Lebens kosten darf. Bis zum nächsten Kuss zumindest. So zieht sich der Gegensatz zwischen Katastrophe hier und Höhenflug dort als roter Speichelfaden durch eine dünne Geschichte, die unmotiviert einer Bübchen-Band namens „McFly“ die Bühne bereitet und ansonsten nichts zu erzählen hat, als dass Glück und Erfolg launisch und vergänglich sind.

Hauptdarstellerin Lohan muss es wissen, schließlich macht sie zurzeit nicht in erster Linie wegen ihres Schauspieltalents, sondern wegen ihres ausschweifenden Lebenswandels Schlagzeilen. Hollywood-Produzenten schicken ihr böse Briefe, weil sie verkatert krankfeiert und damit Drehtage durcheinander bringt. Ein ziemlicher Loser-Pluspunkt. Fast versöhnt er mit der Süßlichkeit dieses Filmchens. Aber auch nur fast.



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INHALT

Die attraktive Ashley hat in New York einen Job in einer renommierten PR-Agentur. Vor allem aber hat sie mehr Glück als andere: Wenn sie auf die Straße tritt, hört es auf zu regnen. Ihre Chefin bleibt im Fahrstuhl stecken, Ashley nimmt den zweiten Fahrstuhl. Dem Schallplattenproduzenten Damon Phillips schlägt sie, weil er ungern auf die Chefin wartet, eigenmächtig eine PR-Strategie vor, zu der ein wohltätiger Maskenball gehören soll. Die perplexe Chefin befördert sie.

Auf dem Ball tanzt sie mit dem Pechvogel Jake. Wenn der die Straße betritt, regnet es. Auch zu diesem Event hat er sich nur mühsam reingeschmuggelt, weil er dem Schallplattenboss eine Demo der Band McFLY geben will, die er erfolglos zu managen versucht. Beim Tanzen küssen sich Ashley und Jake, und die Rollen vertauschen sich sofort: Ashley landet im Knast, Jake rettet den Boss vor einem Auto und seine Band kriegt einen Vertrag. Bald schon laufen sich die verzweifelte Ashley und Jake wieder über den Weg, erkennen sich aber nicht wieder.
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Eure Kritiken zu Zum Glück geküsst

  1. Mira

    Wenn man ein zwischen 12 und 15 Jahre altes Mädchen ist, dann kann man ihn durchaus nett finden. Für Menschen, die älter sind, ist das ganze einfach zu dämlich-kitschig.

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