KRITIK

Zoolander

Zoolander Zoolander, Derek Zoolander, ein Name wie geschaffen für ein Supermodel. Gesegnet mit einem Blick, der Frauenherzen in Wallung bringt und bereit, die Modewelt im Sturm zu erobern.
Diese oder ähnliche Worte müssen wohl Ben Stiller, seit „Verrückt nach Mary“ und „Meine Braut, ihr Vater und ich“ einer der Topkomiker Amerikas, durch den Kopf gegangen sein, als er vor fünf Jahren die Kunstfigur Zoolander für einen Auftritt bei den VH1/Vogue Fashion Awards kreierte. Und weil seine Performance gut ankam, tat er das, was alle Comedy-Stars in einem solchen Fall tun: Er konzipierte um die zielgruppengetestete Figur eine Handlung und schob das Ergebnis als abendfüllenden Spielfilm auf die große Leinwand.

Komikers´ Business as usual also. Doch das ist noch nicht alles. Weil die Story um das Supermodel so hervorragend unproblematisch aus der Feder floss, hat Stiller auch gleich seine ganze Familie mit an Bord bzw. an den Set genommen. Vater Jerry spielt Zoolanders Agent, Mutter Anne Meara führt die Demonstranten gegen die Fashion Awards an, Gattin Christine Taylor verkörpert den Prototyp der engagierten Enthüllungsjournalistin, und Stiller selbst, zudem als Autor und Produzent fungierend, gibt den Derek Zoolander als Mischung aus Austin Powers und Wolfgang Joop. Dies gelingt ihm zwar über weiter Strecken durchaus ganz passabel, doch im Großen und Ganzen ist sein Spielfilm eine bitterböse Persiflage, auf die die Welt nicht gewartet hat und auch nicht braucht.

Zu stumpf sind die Pfeile, die er gegen die Modebranche wetzt und zu flach sind seine Gags, die der Zuschauer bei einem Ben Stiller Film qualitativ erwartet.
Wie er die Vielzahl an Stars wie Christian Slater, Cuba Gooding Junior, Winona Ryder, Garry Shandling, Donald Trump, Tommy Hilfiger, Billy Zane und David Bowie überreden konnte, einen kurzen Cameo-Auftritt zu geben, wird wohl für alle Zuschauer ein Rätsel bleiben. Spaß hatten alle aber mehr auch nicht.



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INHALT

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Eure Kritiken zu Zoolander

  1. Sneaker

    Ein Film, den .. die Welt nicht braucht. Schade, mit Regie, Drehbuch und Hauptdarsteller war Ben Stiller, den ich in zahlreichen Filmen lieb gewonnen habe, einfach ueberfordert. Echt einfach zu platt, der Film.

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