KRITIK

Year One – Aller Anfang ist schwer

Year One - Aller Anfang ist schwer Das ging schief: Harold Ramis, früher als Darsteller ein „Ghostbuster“ und später als Regisseur der Macher von „Und täglich grüßt das Murmeltier“, schickt Brachialkomiker Jack Black („Tropic Thunder“) und den Teenie-Nerd-Star Michael Cera („Juno“) in eine undefinierte Zeit des Alten Testaments zurück und lässt das Ergebnis von Judd Apatow produzieren, also: Hollywoods derzeitigem König aller derben Unfug-Komödien.

Heraus kam dabei aber leider keine Bibelfilm-Parodie auf den Spuren von Monty Pythons „Leben des Brian“, sondern ein Fäkal-Klamöttchen, dessen tumbe Scherze kaum an das Niveau von Tom Gerhardts „Siegfried“-Posse heranreichen.

Black spielt Zed, Cera spielt Oh, beide wollen schöne Frauen beschlafen, sind aber als Jäger und Sammler schlimme Nieten. Sie naschen vom Baum der Erkenntnis und werden aus dem Paradies ihrer Steinzeithorde hinausgeworfen.

Das Roadmovie Richtung Sodom, das nun einsetzt, führt sie am extrem rabiaten Brudermörder Kain ebenso vorbei wie an Abraham, den sie noch davon abbringen können, seinen Sohn Isaak (Christopher Mintz-Plasse aus „Superbad“) zu opfern, und führt sie am Ende zu einem tuntigen Priester (Oliver Platt als üble Schwulenkarikatur).

Mehr als eine lose, episodische Zotenparade kommt dabei nicht heraus. Selbst die sonst geschätzten Hauptdarsteller fangen alsbald zu nerven an. Und Regisseur Ramis scheint sein Talent für Timing und Tempo verloren zu haben: Zäh dehnen sich die Szenen, schwach bauen sich die Pointen auf, die sich dann auch noch meist im Verzehren von Bärenkot und ähnlich urinalen Unappetitlichkeiten erschöpfen. Öde.



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INHALT

Bereits in der Frühzeit hat man sich die Frage nach dem Sinn des Lebens gestellt. So auch der faule Neandertaler Zed, der vom Baum der Weisheit gegessen hat und sich anschließend nicht mehr mit den restlichen Dorfbewohnern identifizieren kann. Also verlässt er den Ort mit seinem besten Freund Oh, und eine turbulente Reise quer durch die Bibelgeschichte und die Anfänge der Zeitrechnung beginnt. Dabei geraten Zed und sein Kumpel immer wieder in explosive Situationen und sind stets zur falschen Zeit am falschen Ort.
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