KRITIK

Year One – Aller Anfang ist schwer

Year One - Aller Anfang ist schwer Dieser Film geht auf einen zwar nicht gerade prähistorischen, aber doch sehr alten Sketch zurück. Den hat Harold Ramis vor Zeiten für „Saturday Night Live“ entwickelt, das legendäre Format mit John Belushi und Bill Murray in den Hauptrollen. Was ja vielversprechend klingt. So wie die Beteiligung des Produzenten Judd Apatow, dem als Regisseur und Autor alles zu glücken scheint. Apatow hat mit Filmen wie „Beim ersten Mal“, „Leg dich nicht mit Zohan an“ oder jüngst „Funny People – Wie das Leben so spielt“ Hits in Serie hingelegt.

Das scheint eine gewisse Comedy-Qualität auch für „Year One“ zu verheißen. Aber dann vergeht einem das Lachen gar nicht erst, weil gar nichts komisch ist. Jack Black und Michael Cera spielen hier Zed und Oh, zwei tumbe Steinzeit-Kumpane, Angehörige einer Jäger-und-Sammler-Horde, die von ihrem Stamm verstoßen werden, nachdem Zed einen Apfel vom Baum der Erkenntnis gekostet hat. Mit der Bürde ihres Adam-und-Eva-Schicksals im Gepäck begeben sie sich auf Wanderschaft und landen im Heiligen Land. Was das alles mit dem titelgebenden „Jahr Eins“ zu tun haben soll, ist da längst egal.

Jedenfalls begegnen die Radaubrüder im Laufe der folgenden, unausgegorenen Bibel-Persiflage, die zu keiner Sekunde den anarchischen Witz eines Ketzer-Klassikers wie „Das Leben des Brian“ erreicht, den Streithähnen Kain und Abel, sie werden Zeuge, wie Isaak von Abraham geopfert werden soll, und landen schließlich in Sodom, wo sie sich, wie man sich vorstellen kann, nicht unwohl fühlen. Regisseur Ramis aber fällt dazu nicht mehr ein als Geschmacklosigkeiten. Einer pinkelt sich selbst ins Gesicht, ein anderer frisst Kot, und überhaupt sind die Scherze älter als Abraham.



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INHALT

Bereits in der Frühzeit hat man sich die Frage nach dem Sinn des Lebens gestellt. So auch der faule Neandertaler Zed, der vom Baum der Weisheit gegessen hat und sich anschließend nicht mehr mit den restlichen Dorfbewohnern identifizieren kann. Also verlässt er den Ort mit seinem besten Freund Oh, und eine turbulente Reise quer durch die Bibelgeschichte und die Anfänge der Zeitrechnung beginnt. Dabei geraten Zed und sein Kumpel immer wieder in explosive Situationen und sind stets zur falschen Zeit am falschen Ort.
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