KRITIK

XXX2 – The Next Level

XXX2 - The Next Level
Für alle, die vergessen haben sollten, dass PS die Abkürzung für Pferdestärke ist, bietet dieser überaus tempobedachte Actionfilm gleich zu Beginn ein paar wirklich schöne Bilder von Hengsten und Stuten. Mehr als ein kurzer Moment der nostalgisch-archaischen Western-Seligkeit allerdings bleibt nicht, dann werden die Tiere unruhig und ein Krawall bricht los, der bis zum Ende keine Verschnaufpause mehr lassen mag.

Eigentlich schade, denn über all die fade Durchschnitts-Knallerei des Luschen-Drehbuchs vergisst man fast, dass ein paar Leute mit Talent an diesem Sequel beteiligt waren. Hauptdarsteller Ice Cube beispielsweise, der ja zu NWA-Zeiten ein furioser Rapper war und später in Filmen wie „Boyz’n the Hood“ oder auch „Three Kings“ eine unvermutete Schauspielbegabung bewiesen hat, die in seinen Ghetto-Komödien („Next Friday“) eher nicht zur Geltung kommt. Hier beerbt er Vin Diesel, der mittlerweile lieber als „Babynator“ an der Fläschchen-Front kämpft, als noch einmal den Supergeheimagenten mit dem Pornokabinen-Namen Triple-X zu geben.

Ice Cube spielt den finster blickenden Darius Stone, einen Ex-Elite-Soldaten, der nach einem Kosovo-Einsatz ins Kittchen gewandert ist, weil er sich einem – selbstverständlich menschenverachtenden – Befehl widersetzt hat. Doch nach neun Jahren nun befreit ihn sein alter Kampfgefährte Augustus Gibbons. Geheimdienst-Chef Gibbons, verkörpert von Samuel L. Jackson, in dessen Werk sich Prestige- und Trash-Auftritte die Waage halten, benötigt Hilfe wegen einer ausufernden Polit-Intrige, in die der Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten (Willem Dafoe) verwickelt ist, weswegen der Knacki Agent wird.

Keine sonderlich originelle Story, eigentlich geht es tatsächlich nur um schnelle Autos, harte Kerle und gefährliche Frauen, die auf schnelle Autos und harte Kerle abfahren. Regisseur Lee Tamahori, der einst mit dem bitteren Maori-Drama „Once Were Warriors“ reüssierte und jetzt James-Bond-Filme drehen darf, inszeniert das explosive Nichts auch entsprechend unterfordert und schafft sich immerhin ein paar parodistische Momente neben den schönen Pferdebildern.



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INHALT

Kurz nachdem NSA-Agent Augustus Gibbons schon einmal erfolgreich einen Abtrünnigen für einen besonders brisanten Sondereinsatz rekrutiert hat, braucht er erneut die Hilfe eines Außenseiters und heuert Darius Stone als neuen Undercover-Agenten an. Unter Gibbons Leitung lernt der ehemalige Navy-Seal alle Tricks, die ein Triple-X-Agent für spezielle, hochexplosive Einsätze braucht. Seine Mission ist der Kampf gegen eine gefährliche militärische Splittergruppe, deren Einfluss unter der Führung von George Deckert bis in die höchsten Regierungskreise in Washington reicht. Ihr Plan: Um einen Staatsstreich herbeizuführen, soll der Präsident ermordet werden.
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Eure Kritiken zu XXX2 – The Next Level

  1. Vinz

    Vin fehlt!Echt schade, dass Vin Diesel lieber Babys sittet, statt ordentliche Action zu starten. Trotzdem ist der Film ok. Hauptsache, es kracht!

  2. Felix

    Na ja, hauptsache es klracht ist zwar etwas platt, aber mir hat der Film trotz und gerade wegen Ice Cube ganz gut gefallen. Gute Seite,… Gruß

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