KRITIK

X-Men: Der letzte Widerstand

X-Men: Der letzte Widerstand Mutanten leben unter uns, eine ganze Weile schon. Bloß gewöhnt die Welt sich einfach nicht an sie, die Furcht vor den besonders begabten „X-Men“ mit ihren naturgewaltigen Superkräften siegt stets aufs Neue über alle Toleranzbemühungen.

Schon die beiden vorausgegangenen Fantasy-Spektakel um den kratzbürstigen Wolfsmenschen Wolverine (Hugh Jackman), die temperamentberstende Windbraut Storm (Halle Berry), den sinistren Anziehungskünstler Magneto (Ian McKellen) sowie den gütigen Mutanten-Vater Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) erzählten vom Ringen ums friedliche Miteinander von Normalbürgern und Gen-Ausländern.

Extravagante, kraftvolle Comic-Verfilmungen waren das, die Regisseur Bryan Singer („Die üblichen Verdächtigen“) als massenwirksame Elementar-Action mit flammendem Subplot inszenierte.

Für den dritten Teil der Abenteuer-Saga aus dem Marvel-Kosmos allerdings zeichnet nun Brett Ratner verantwortlich, der bisher beispielsweise das Jackie-Chan-Vehikel „Rush Hour“ inszeniert hat und mit weit weniger Feinsinn für die Nöte seiner Mutanten-Gemeinde zu Werke geht. Obschon die Geschichte, die der „Fantastic Four“- und „Elektra“-Autor Simon Kinberg mit Zak Penn nach Motiven der Graphic Novel ersonnen hat, erstmal geistesverwandt klingt: In naher Zukunft soll ein Heilmittel auf den Markt kommen, das die „X-Men“ endgültig von ihrem Anderssein kuriert und ausgerechnet vom schlecht beratenen Präsidenten der Vereinigten Staaten propagiert wird.

Innerhalb der Super-Spezies wird der Kampf gegen diesen Irrweg in zwei Fraktionen geführt. Während die Besonnenen um Xavier auf Überzeugungskraft setzen, zettelt Magneto mit Getreuen einen terroristischen Gegenschlag an. Sicher, auch hier scheinen Anspielungen auf die gegenwärtige US-Politik unverhohlen durch, doch Ratner bebildert den Mutanten-Kampf oberflächlich und effektlärmend. Auf Normal-Niveau eben.



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INHALT

Die Veröffentlichung eines "Heilmittels" für Mutanten schreckt die bisher friedlich mit den Menschen lebende Gesellschaft auf. Magneto nimmt das zum Anlaß einen Kriegszug gegen die Menschen zu führen, um endlich die Herrschaft zu erlangen. Doch die X-Men um Professor Xavier versuchen dem Treiben ein Ende zu bereiten, das Gleichgewicht und den Frieden wieder herzustellen.
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Eure Kritiken zu X-Men: Der letzte Widerstand

  1. Udo

    Lupenreine Unterhaltung, die Regisseur Brett Ratner hier auftischt. Die Schar der Mutanten wird immer größer und mit ihr steigen auch die sehenswerten Talente, mit denen die X-Männer und -Frauen für allerlei Spaß und Staunen beim Kinopublikum sorgen. Die Story wird bei derlei Ideenreichtum zur Nebensache, die Darsteller agieren gewohnt souverän. Alles in allem ein ein klassischer Unterhaltungsfilm im besten Sinne, getreu dem Fortsetzungs-Motto: mehr, schneller, bombastischer.

  2. Damir

    Klasse Film. Tolle Schauspieler, immer Action und eine spannende Geschichte. Kinokarte ist jeden Euro wert.

  3. Sista

    Wow, was für ein Film. Man wurde ja richtig erschlagen von ihm (aber im positiven Sinne). Für mich die gelungenste Trilogie seit langem! Aber wenn man den Andeutungen glauben darf, wird es keine Trilogie bleiben. Bleibt abzuwarten, was noch auf uns zukommt. Trotz neuen Regisseurs fügt sich der dritte Teil wunderbar in die Reihe ein, ohne negativ aufzufallen. Das man so was als „Neuer“ hinbekommt, ist schon einen Riesenlob wert. Gute Dialoge(und auch spaßige dank Wolverine!) kombiniert mit fantastischen Actionsequenzen und erstklassigen Schauspielern. Was will der Fan mehr?

  4. Twickers

    Action satt ohne Anspruch der VorgängerDer Wechsel im Regiestuhl ließ Fans der Comics böses ahnen. Bryan Singer hat die Meßlatte für Comicverfilmungen so hoch gelegt, dass Brett Rattner nun eiskalt drunter durch maschieren konnte und Klischees auspackte, wo es nur ging. Sind Comics für die meisten nur bunte Superheldenheftchen, werden sie hier in dieser Meinung bestätigt. Wunderschön anzusehende Action mit guter CGI, imposanten Sets und einer perfekten Kinostimmung. Doch wer mehr erwartet, wie etwa dreidimensionale Charaktere und eine tiefer ausgelotete Story wird enttäuscht. Charaktere tauchen auf, bekommen einen Namen und das reicht dann schon. Vermeintliche Höhepunkte sind schick anzusehen, doch wird auch dort nur an der Oberfläche gekratzt. Drei Subplots sollen ein großes Ganzes ergeben, wobei dann jegliche Entwicklung auf der Strecke bleibt.

    Im Kino wirklich SEHENSwert, aber leider nichts, worauf man sich als Fan mit Liebe zum Detail freuen kann.

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