KRITIK

Wunderkinder

Plakat zum Film WunderkinderIn der Ukraine, 1941, freundet sich das deutsche Mädchen Hanna mit dem 14-jährigen Wundergeiger Abrascha und der gleichaltrigen Spitzen-Pianistin Larissa an. Hanna, selbst eine begabte Geigerin, träumt noch von der Carnegie Hall, als die finsteren Zeitläufte in ihr Leben pfuschen: Erst muss Hannas Familie Rache fürchten, als Hitler den Russland-Feldzug beginnt, später dann, als die SS anrückt, geraten die Juden Abrascha und Larissa in tödliche Gefahr. Die Familien helfen sich gegenseitig.

Das Drama ist gut gemeint. Eine Degeto-Produktion, also ein Kino-TV-Hybride. Jedoch etwas überdeutlich trägt Markus Rosenmüllers zweiter Film nach „Der tote Taucher im Wald“ seine humanistische Botschaft von der lebensrettenden Kraft der Kultur zu Markte. Die Inszenierung kommt über Fernsehspielbilder selten hinaus, dazu passen TV-Routiniers wie Kai Wiesinger (als Hannas Vater) oder Gudrun Landgrebe; es fällt schwer, manchem Darsteller zu glauben, vor allem Konstantin Wecker als Nazi ist eine kuriose Wahl.

Szene aus dem Film Wunderkind

Elin Kolev als Abrascha

Emotional tragen müssen den allzu päd­agogischen Film sowieso die guten Kinderdarsteller. Sie sind die wahren Stars – den Abrascha spielt übrigens Elin Kolev, der derzeit auch im wirklichen Leben als Wunderviolinist reüssiert.

 

 

 

 

Kritikerspiegel Wunderkinder



Gian-Philip Andreas
Westfälische Nachrichten
5/10 ★★★★★☆☆☆☆☆ 


Klaus Peter Heß
Münstersche Zeitung
4/10 ★★★★☆☆☆☆☆☆ 


Durchschnitt
4.5/10 ★★★★½☆☆☆☆☆ 





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INHALT

Ukraine, 1941: Der junge, hochbegabte Violinist Abrascha und die nicht minder begabte Pianistin Larissa werden als Wunderkinder der klassischen Musik gefeiert. Sie spielen in den großen Konzertsälen Russlands – vor der Parteielite und sogar vor Stalin. Hanna, Tochter des deutschen Brauers Max Reich sowie seiner Frau Helga, ist selbst eine talentierte Geigerin und wünscht sich nichts sehnlicher, als Unterricht mit den russischen Wunderkindern zu bekommen. Larissa und Abrascha reagieren verhalten. Erst als ihre Lehrerin Irina Salmonova einwilligt, auch Hanna zu unterrichten, entwickelt sich zwischen den Kindern eine innige Freundschaft. Aber bald wird sie auf eine harte Probe gestellt. Nach dem Angriff der Deutschen auf Russland müssen sich die Reichs verstecken. Und die jüdischen Familien von Larissa und Abrascha helfen ihnen.
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