KRITIK

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen Bereits seit jüngsten Schultagen ist der junge Flint ein begeisterter Erfinder. Doch bislang hat der mittlerweile Halbstarke nur Dinge erfunden, die der Welt nicht unbedingt gefehlt hatten: beißwütige Rattenvögel oder Sprüh-Schuhe, die sich nicht ausziehen lassen zum Beispiel. Deshalb gilt der junge Tüftler nicht nur bei seinem Vater, einem bodenständigen Angelshopbetreiber, als Holzwegbeschreiter.

Eines Tages, mittlerweile im Teenager-Alter, gelingt ihm jedoch der Durchbruch: Er schafft eine Maschine, die Wasser in Essen transformiert. Als er durch ein Versehen das Gerät per Rakete in den Himmel schießt, regnet es fortan Burger und Pizzen auf seine kleine Heimatinsel vor der amerikanischen Küste.

So weit, so sättigend. Doch der verschlagene Bürgermeister will mehr, und zwar Touristen und Medienruhm, weshalb die Maschine gefälligst persönliche Bestellungen aufnehmen soll. Natürlich läuft das Vorhaben aus dem Ruder: Die Maschine patzt, es kommt zu Speisendauerregen, Spaghetti-Tornados und Limo-Sintfluten, die so lange andauern, bis die Figuren ihre Lektion in Geiz und Mäßigung gelernt haben.

In Phil Lords und Chris Millers unbekümmert spaßzentriertem Trickfilm werden die 3D-Effekte zwar ausschließlich für den Aha-und-Oho-Moment eingesetzt, langweilig wird´s trotzdem nicht in diesem Schlaraffenland-Update mit simpler Botschaft. Zum Glück tut der Film auch nicht so, als wolle er mehr sein. Auch wenn es nicht unbedingt Fast-Food hätte regnen müssen.



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INHALT

Flint bastelt seit seiner Kindheit im eigenen Labor im Garten seiner Eltern an seinen Erfindungen. Die hatten jedoch bisher immer einen Haken. Seine neueste Schöpfung ist ein Apparat, der Wasser in Nahrung verwandeln soll. Beim ersten Einsatz bricht in seinem Heimatstädtchen Swallow Falls das Chaos aus. Doch dann geschieht das Unfassbare: Es regnet Cheeseburger vom Himmel. Nachwuchs-Wetterreporterin Sam ist zur Stelle und wird mit ihrer Berichterstattung über das Phänomen zum Star. Ene Romanze bahnt sich zwischen den beiden an.
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Eure Kritiken zu Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen

  1. Christian

    Nein, ich würde meine Kinder nicht in den Film schicken. Erst recht nicht in die 2-D Version. Wo bleibt der Bildungsauftrag, wenn es ausschließlich Fast- und Junkfood regnet? Außerdem verliert der Film in der zweiten Hälfte extrem an Verve. Hier verschmilzt die Story in einen langweiligen „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ / „Evolution“ – Brei. Diesen Film kann man sich getrost sparen.

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