KRITIK

Wo die Liebe hinfällt

Wo die Liebe hinfällt Die Menschen lieben Klatsch und Tratsch, was nachvollziehbar ist und viele bunte Zeitschriften gebiert. Was die Menschen hingegen nicht lieben, ist Gegenstand von Gerüchten zu sein. Ebenfalls verständlich. Hart trifft es da Sarah Huttinger (Jennifer Aniston), die während der Hochzeitsvorbereitungen für ihre jüngere Schwester feststellen muss, dass ihre Familie die Vorlage für Charles Webbs Bestseller „Die Reifeprüfung“ und deren Verfilmung durch Mike Nichols geliefert hat – was sie seinerzeit zum Party-Gespräch Nummer Eins machte.

Statt nun froh zu sein, dass die Verwandten nicht „Rosemaries Baby“ oder „Der Exorzist“ inspiriert haben, macht sich die sinnkrisengeplagte Sarah – ohne ihren Staffage-Verlobten Jeff (Mark Ruffalo) – auf die Suche nach dem Mann, der Dustin Hoffman war, und findet ihn. Er heißt Beau Burroughs, ist Millionär und wird von Kevin Costner gespielt. Im Rausch der Gefühle und nach einigem Bier steigt Sarah mit dem Weiberhelden ins Bett und setzt damit die Tradition der weiblichen Seite ihrer Familie fort. Schließlich hatten sowohl die Mutter als auch Großmama Katherine (Shirley MacLaine) – Mrs. Robinson lässt grüßen – bereits das Vergnügen.

Auf so etwas muss man erst einmal kommen, lautet eine beliebte Redewendung. Regisseur Rob Reiner (immer noch berühmt für „Harry & Sally“) und sein Drehbuchautor T. M. Griffin besitzen ganz offensichtlich genug Fantasie. Nun kann man die Grundkonstellation für originell oder haarsträubend halten, sei‘s drum. Sarahs anschließender Nostalgie-Trip ist jedenfalls langweilig und schmalzig geraten, auch enervierend wegen Anistons Zappeligkeit. Eine Komödie mit dem Charme einer Klatschgeschichte über schwangere Promis.



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INHALT

Große Neuigkeiten warten auf Sarah Huttinger, ihres Zeichens frisch mit dem charmanten Jeff liierte Nachrufautorin bei der New York Times: Ihr Schwesterchen will heiraten. Ein Wiedersehen mit der anstrengenden Sippschaft auf dem Landsitz in Pasadena scheint sich nicht verhindern zu lassen. Doch es kommt noch dicker: Offenbar wurde Sarah nicht von ihrem Vater gezeugt, sondern entsprang einer Liaison der Mutter mit einem frechen Jüngling. Eine Geschichte, die bald darauf von Hollywood aufgegriffen wurde - unter dem Titel "Die Reifeprüfung"!
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Eure Kritiken zu Wo die Liebe hinfällt

  1. nina

    Top-Besetzung“Wo die Liebe hinfällt“ ist leider nicht mehr als eine durchschnittliche Komödie. Sie zeichnet sich allein durch ihre Besetzung aus. Irgendwie macht es doch immer wieder Spaß zu sehen, wie sich Hollywood-Stars öffentlich zum Affen machen. Außerhalb der schillernden Hollywood-Welt und ohne Aniston, Costner und Co. würde dieser Film jedoch nicht funktionieren.

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