KRITIK

wilden Hühner und das Leben, Die

wilden Hühner und das Leben, Die Schade – ein bisschen haben sie in dieser dritten Runde an Originalität verloren, die „Wilden Hühner“. Dabei hatten sie doch in den ersten Folgen all das geboten, was den ungleich erfolgreicheren „Wilden Kerle“ längst flöten gegangen war: hintersinniger Witz, Charme, Frechheit und das so ernsthafte wie leichthändige Spiel mit dem, was pubertätsbeginnende Mädchen (und Jungs) so umtreibt. Vielleicht liegt es daran, dass die Hühner das Backfischalter fast verlassen haben und sich aufs Banden-Ende zubewegen: Erstaunlich viel Melancholie weht durch den Film.

Womöglich ist der Grund aber auch, dass die „Hühner“-Bücher von „Tintenherz“-Autorin Cornelia Funke als Vorlagen nach den ersten beiden Teilen bereits abgegrast waren und die Autoren eine eigene, allzu episodisch geratene Handlung ersinnen mussten. In deren Zentrum steht ein Schulausflug, und unter Vivian Naefes Regie sind alle wieder dabei: die Hühner um Sprotte und Frieda, die „Pygmäen“ um Fred und Willi, die Lehrer (Jessica Schwarz und Benno Fürmann) und auch Sprottes Mama (Veronica Ferres).

Die Liebe, von der im wunderbaren zweiten Teil der Serie so leidenschaftlich die Rede war, droht diesmal allerorten wieder zu erlöschen: Sprotte will noch keinen Sex mit Fred, Melanie kein Kind von Willi, Wilma will lieber Schauspielerin sein, Torte zieht weg. Und dann kommen noch kleine „Küken“ an, die die Hühner beerben wollen. Wären die jugendlichen Schauspieler nicht wieder genau so präsent bei der Sache wie bei den ersten Teilen (nur Katja Riemanns Tochter wurde als Melanie eher schlecht ersetzt) – das beste deutsche Teeniekomödien-Franchise hätte ein wenig Schaden genommen. Denn diesmal wirkt alles etwas holpriger als sonst.



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INHALT

Ganz schön schwierig ist das mit dem Erwachsenwerden für die "Wilden Hühner". Oberhuhn Sprotte jedenfalls versteht die Welt nicht mehr: Warum hat es Fred auf einmal nur so eilig mit dem ersten Mal? Melanie hat ein Geheimnis, das sie noch nicht einmal mit ihren besten Freundinnen teilen kann und auf der gemeinsamen Klassenfahrt ringen auch Frieda, Wilma und Trude mit ihren ganz eigenen Gefühlen… Doch am Ende zeigt sich, dass echte Freundschaft auch die größten Schwierigkeiten überwinden kann.
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