KRITIK

wilden Hühner, Die

wilden Hühner, Die Das Bandenwesen ist im Kontext der Kinderliteratur ja schon immer eine sichere Bank gewesen, nicht erst seit „TKKG“ oder der „Roten Zora“. Auch Cornelia Funke, Starautorin des deutschen Jugendbuchsektors, hat neben ihren potterartigen Fantasyschmökern („Tintenherz“) eine
ganze Reihe von Bandenbänden vorgelegt. Es geht darin um die „Wilden Hühner“, ein Fünfer-Trüppchen vorpubertierender Mädels, das sich diversen Abenteuern unterwirft. Nach der enttäuschend halbherzigen Verfilmung von Funkes „Herr der Diebe“ sind nun auch die „Hühner“ fürs Kino zurechtgebürstet worden. Und: Das Ergebnis ist pfiffig, fortsetzungstauglich und bemerkenswert geglückt. Alles ist dran und alles ist drin.

Die erfolgreiche Fernseh-Regisseurin Vivian Naefe („Wellen“, „Bobby“) und ihre zwei Autorinnen Güzin Kar und Uschi Reich haben Funkes „Fuchsalarm“ in eine temporeiche und hervorragend getimte Jugendkomödie verwandelt, mit prächtigen Dialogen und Schauspielern, die allesamt merklich Spaß an der Sache haben. Die Story von Omas ollen Gockeln, die der Schlachtung anheimzufallen drohen und gerettet werden müssen, dient dabei nur als Aufhänger für lauter schicke Einzelszenen und clevere Figurenporträts. Neben den fünf „Wilden Hühnern“ um die sommersprossige Sprotte (Michelle von Treuberg), die sich mit flatternden Herzen und Tieren ebenso herumplagen müssen wie mit Schwestern, Dates, Pickeln und der geschlechtlich diametral entgegengesetzten Jungs-Bande der „Pygmäen“, halten auch die Erwachsenen gut mit. Veronica Ferres glänzt als allein erziehende Taxifahrerin, Doris Schade als grantige Oma und Axel „Tatort“ Prahl als prügelnder Vati. Am besten sind jedoch Jessica Schwarz und Benno Fürmann als verliebtes Lehrerduo, sie als prächtige Problemlöserin und er als softer Barfußpädagoge. Eine Wucht. Beste Unterhaltung also, von der man mehr sehen möchte. Die kickenden „Wilden Kerle“, die im März zum dritten Mal auflaufen, müssen den Hühnern jetzt gehörig was entgegensetzen.



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Sprotte, Melanie, Trude, Frieda und nach eingängiger Prüfung auch Wilma sind "Die wilden Hühner", die coolste Mädchengang der fünften Klasse. Ihre schärfste Konkurrenz sind die Jungs der "Pygmäen"-Gang und deren Anführer Fred. Richtig Stress gibt es, als Oma Slättberg ihre Hühner, die Maskottchen der Bande, schlachten will, und nur die "Pygmäen" helfen können.
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*