KRITIK

Wiener Dog

Bild (c) 2016 Prokino Filmverleih.

Bild (c) 2016 Prokino Filmverleih.

Seine Filme wie „Dark Horse“ oder „Palindrome“ sind lustig und schmerzhaft zugleich. Viele Kritiker nennen ihn einen zynischen Misanthropen. Fans sehen in ihm einen großen Humanisten: Der 1959 in New Jersey geborene Todd Solondz. In den Neunzigern etablierte er seine absurd-abgründigen Geschichten aus der amerikanischen Vorstadt mit den Meisterwerken „Welcome to the Dollhouse“ und na klar, „Happiness“. Zuletzt fanden seine Filme in Deutschland leider keinen Verleih mehr, trotz zahlreicher Festivalpreise.

Dass Solondz seinem Stil treu blieb, beweist sein neues Werk: Anhand eines Dackels (englischer Slang: „Wiener Dog“, also „Würstchen-Hund“), der von Herrchen zu Frauchen weiter gereicht wird, erzählt Solondz vier Geschichten samt surrealem Pausenfilm in der Mitte. Alle Episoden handeln von zutiefst orientierungslosen Menschen, die sich mit Sterblichkeit auseinandersetzen müssen. Mit ihrer eigenen oder der ihrer Angehörigen.

Unter anderen mit Greta Gerwig („Frances Ha„) auf einem irren Road-Trip, Julie Delpy („Before Sunset„) als zänkischer Mutter, Danny DeVito als erfolgloser, frustrierter Drehbuchautor und einer Reihe anderer superber Darsteller fächert der amerikanische Melancholiker Solondz ein skuriles Panoptikum verlorener Seelen auf: böse, komisch und hintergründig. Sehenswert. Nicht verpassen!

 

 

Kritikerspiegel Wiener Dog



Gian-Philip Andreas
Westfälische Nachrichten
7/10 ★★★★★★★☆☆☆ 


Frank Brenner
choices, FRESH, etc.
6/10 ★★★★★★☆☆☆☆ 


Durchschnitt
6.5/10 ★★★★★★½☆☆☆ 


 

Weitere Noten aktueller Kinofilme findest Du in unserem Kritikerspiegel.



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