KRITIK

weiße Planet, Der

weiße Planet, Der Auch Ende 2006 dürfen possierliche Tiere vom Pol im Kino nicht fehlen: Diesmal tummeln sich keine Pinguine, sondern Eisbären, Robben, Kraken und Plankton vor den Kameras eines franko-kanadischen Filmteams. In der deutschen Fassung sorgt zudem der Kommentar der soften Soul-Strickmütze „Ben“ für Identifikation mit den flauschigen Rackern, die da auf dem Packeis um ihr Leben kämpfen, auch wenn alles Fressen und Zerfleischen weitgehend aus dem Bild gerückt wurde.

Für den passenden Ethno-Sound sorgt der Chef-Naturfilmkomponist Bruno Coulais („Nomaden der Lüfte“), der Inuit-Knabensoprane über die Schollen schallern lässt und selbst blutgetränkte Eisbärköpfe noch als irgendwie erhaben feiert. Die Bilder sind natürlich grandios – wenn man die manipulative Montage mal außen vor lässt, die die Polarbewohner zwanghaft in menschliche Dramaturgien presst. Womöglich kann man nur so vor den Gefahren der Klimaerwärmung warnen – was hier übrigens erst in der allerletzten Minute geschieht. Immerhin.



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INHALT

Der Winter am Nordpol weicht langsam dem Frühjahr. Zahlreiche Tierspezies leben hier im ewigen Winter: Moschusochsen kämpfen sich durch Schneestürme, eine Polarbärmutter sucht nach Futter für ihre zwei Kleinen und bringt ihnen das Überleben bei. Ein Wolf macht Jagd auf einen Lemming. Robben verteidigen ihr Territorium. Alks legen Eier auf einem Kliffvorsprung, einige fallen einem Fuchs zum Opfer. Ein gerade geborener Karibu macht seine ersten Schritte. Wale bahnen sich ihren Weg durch trügerische Eisschollen.
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