KRITIK

Was Frauen wollen

Was Frauen wollen Actionstar und Oscar-Preisträger Mel Gibson spielt hier erstmals in einer romantischen Komödie und zeigt sich dabei gleich in charmantester Höchstform. Die Rolle des Macho Nick Marshall scheint ihm auf den Leib geschrieben und darüber hinaus darf sich „Der Patriot“ Gibson über das beste Startergebnis seiner Karriere freuen, das knapp über seinem bisherigen von „Kopfgeld“ lag und das für den erfolgreichsten US-Dezember-Start aller Zeiten sorgte. Kein Wunder, die Idee des Films ist simpel aber genial und für jedermann/frau nachvollziehbar – breite Kinounterhaltung für den Nerv eines Mainstream-Publikums eben. Regisseurin Nancy Meyers, die 1998 mit dem Remake von „Ein Zwilling kommt selten allein“ ihr Filmdebüt gab und zuvor Drehbücher wie „Schütze Benjamin“ und „Vater der Braut“ verfasste, legt in ihrer stellenweise absolut hinreißenden Großstadtkomödie keinen Wert auf subtile und leise Töne, sondern auf eine leicht verständliche und durchgestylte Darstellung der Protagonisten: urtypischer Macho in schöner Werbewelt trifft unterkühlte Powerfrau. Anfänglich noch äußerst humorvoll erzählt verliert der Film leider durch seine Erzählstruktur im Laufe der Zeit arg an Tempo, denn die anfänglichen herzhaften Lacher werden im letzten Drittel erstickt durch Nicks schier unglaublichen Erfolgserlebnisse, mit allen Frauen in seinem Leben ins Reine zu kommen. Letztendlich schöpft die Komödie nicht alle Möglichkeiten aus – es wären mühelos mehr Lacher drin gewesen – aber dafür ist Nick viel zu sehr mit seiner wundersamen Verwandlung zum perfekten Traummann beschäftigt. Ein durch und durch unterhaltsamer, wenngleich etwas harmloser und eben doch belangloser Kinospaß. Julia Berding



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INHALT

Nick Marshall ist ein ganzer Kerl – charmant, intelligent, erfolgreich, sexy und begehrenswert – denkt Nick. Das seine Beziehungen nicht lange halten und selbst seine sich im besten Teenageralter befindliche Tochter Alex ihn für einen selbstverliebten Egomanen hält, stört ihn nicht weiter. Als erfolgreicher Werber und unersetzlicher Kreativkopf einer renommierten Werbeagentur rechnet er fest mit der baldigen Beförderung. Bis ihm die attraktive Darcy Maguire vor die Nase gesetzt wird. Nicks Chef liegt nämlich daran, an dem wachsenden weiblichen Marktanteil zu partizipieren und dafür ist Macho Nick gänzlich ungeeignet. Bereit den Kampf mit allen Mitteln aufzunehmen, versucht sich Nick noch am selben Abend in die Lage einer Frau einzufühlen und testet diverse Frauenprodukte gleich am eigenen Leib. Dabei rutscht er durch eine ungeschickte Bewegung aus und landet mit Fuß und Föhn in der Badewanne. Aus der Bewusstlosigkeit schließlich erwachend muss er feststellen, dass für ihn die geheimsten Gedanken aller Frauen in seiner Umgebung jetzt nicht mehr geheim, weil hörbar sind. Leider ist aber das, was er dabei zu hören bekommt, in keinster Weise das, was er erwartet hätte bzw. mit seinem Selbstbild in Einklang bringen kann. Nach anfänglichem Schock beginnt Macho Nick die ungewöhnliche Begabung zu genießen und müht sich fortan, ein sensibler Mann zu sein und besser zu verstehen, was Frauen wirklich wollen.
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Eure Kritiken zu Was Frauen wollen

  1. Renate

    WowEin echt witziger Film, endlich mal ein Mann, der uns Frauen versteht. Ich hatte viel Spaß und bin jetzt ein noch größerer Fan von Mel Gibson!

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