KRITIK

Vorstadtkrokodile

Vorstadtkrokodile Die Mutprobe, bei der ein Junge aufs Dach einer alten Ziegelei klettern muss, um sich Aufnahme in eine Jugendbande zu verschaffen und beim drohenden Absturz nur durch den beherzten Notruf eines jungen Rollstuhlfahrers gerettet werden kann, dieser Initiationsritus also aus Max von der Grüns Klassiker „Vorstadtkrokodile“ gehört zu den stärksten Einstiegen der Jugendliteratur. Auch „Französisch für Anfänger“-Regisseur Christian Ditter war sich dessen bewusst: Entsprechend aufwändig inszenierte er die Mutprobe in seiner Neuverfilmung.

Ansonsten hat er stark verändert und modernisiert, um heutigen Sehgewohnheiten zu entsprechen: Webcam-Überwachung für den „Mission-Impossible“-Kitzel, Handy-Kommunikation, alberne Einlagen mit Axel Stein und Ralf Richter. Den Rollstuhlfahrer Kai, der Mitglied der „Krokodile“ werden möchte, spielt Fabian Halbig, der Schlagzeuger der teeniebeliebten „Killerpilze“, und er macht seine Sache darstellerisch fast besser als der Rest der Bande – so wird der sich entspinnendeKrimi um seltsame Ladendiebstähle, der auch Themen wie Toleranz und Akzeptanz von Außenseitern aller Art reflektiert, am Ende spannender als jeder filmische „Drei ???“-Abklatsch.



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Der zehnjährige Hannes, der bei seiner jungen, alleinerziehenden Mutter aufwächst, will unbedingt von der coolsten Jugendbande im Ort, den Vorstadtkrokodiloen, aufgenommen werden und gerät bei der notwendigen Mutprobe in Lebensgefahr. In letzter Minute wird er von Kai gerettet, der auch unbedingt zur Bande gehören möchte. Das Problem: Kai sitzt im Rollstuhl. Und ist für die Kinder nur der "Spasti", der noch nicht mal wegrennen kann, wenn es brenzlig wird.
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*