KRITIK

Verwünscht

Verwünscht „Du siehst aus, als wärst du einer Kitschpostkarte entsprungen“, sagt der fassungslose Scheidungsanwalt Robert zur Märchenprinzessin. Womit er gar nicht so falsch liegt. Denn die naive Schönheit Giselle (Amy Adams) ist zumindest aus einem kitschigen Disney-Zeichentrickfilm gefallen, mitten hinein ins raue New York der Gegenwart, wohin die böse Königin Narissa sie verbannt hat und wo die Leute nicht mehr an die wahre große Liebe glauben, bei der Prinz und Prinzessin sich mit einem Liedchen auf den Lippen augenblicklich die Ewigkeit versprechen.

Eine hübsche Ausgangsidee, eine klassische Fish-out-of-Water-Geschichte, die Regisseur Kevin Lima erzählt, und die eine ganze Generation von Disney-Märchen durch den Kakao zu ziehen verheißt. Tatsächlich gibt es eine herrliche Szene, in der das in Fleisch und Blut verwandelte Aschenputtel die Wohnung ihres Anwalts und Retters vor der realen Welt (Patrick Dempsey) aufräumt, mit Hilfe von herbeigesungenen Ratten, Schaben und Tauben. Aber bald schon fällt „Verwünscht“ in jene klebrige Süße zurück, die doch eigentlich parodiert werden sollte.



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INHALT

Ausgerechnet am Tag ihrer Hochzeit wird die schöne Märchenprinzessin Giselle von ihrer Schwiegermutter in spe, der bösen Königin Narissa, in "die Welt ohne Happy End" verbannt: Sie landet in ihrem Brautkleid todunglücklich auf dem hektischen New Yorker Time Square, wo sie dem zynischen Scheidungsanwalt Robert auf die Nerven geht. Bis sich dessen Gefühle melden. Doch dann kommt Märchenprinz Edward, um Giselle zurückzuholen.
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Eure Kritiken zu Verwünscht

  1. Ziane

    Etwas kitschig, aber ok. Allein Patrick Dempsey ist die Eintrittskarte wert.

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