KRITIK

Unterwegs nach Cold Mountain

Unterwegs nach Cold Mountain
In Hollywood besinnt man sich momentan gern auf die amerikanische Historie. Womöglich, weil unsichere Stimmungen schnell die Sehnsucht nach Wurzeln und Bodenständigkeit wecken, vielleicht, weil in archaischen Spätwestern wie „Open Range“ und „The Missing“ trotz Härten der Gründergeist und Durchhaltewille der Nation beschworen wird.

Der britische Regisseur Anthony Minghella („Der englische Patient“) erzählt nun dazu passend die Geschichte.
Minghella, der „Unterwegs nach Cold Mountain“ auf der Grundlage des Romans von Charles Frazier inszeniert hat, will ein Epos vorlegen, hat jedoch einen Abenteuerfilm gedreht, der weder vom Krieg noch von der Liebe erzählt. Die Schnee-Odyssee, mit „Oscar“-Furor gespielt, erscheint arg melodramatisch, auch zu lang und trotz des historischen Hintergrunds bloß seltsam zeitentrückt.



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INHALT

North Carolina, um 1860: Ein einziger Kuss, mehr Zeit bleibt Pfarrerstochter Ada und Inman nicht für ihre Liebe. Dann muss der friedfertige Inman in den Bürgerkrieg ziehen. Drei Jahre lang kämpft er auf Seiten der Konföderierten, überlebt Hunger und Verwundungen und hütet in all dem Grauen das einzige Foto von Ada wie einen Schatz. Nur ihre Briefe geben Inman die Kraft zum Überleben. Und als Inman schwer verletzt nach der Schlacht von St. Petersburg im Lazarett liegt, beschließt er zu desertieren. 300 Meilen durchquert er zu Fuß ein Land, das an den Wunden seines Bürgerkriegs leidet. Aber auch Ada hat der Krieg verändert. Nach dem Tod ihres Vaters hätte die zarte Städterin fast vor dem rauen Leben in der Kleinstadt Cold Mountain kapituliert. Aber mit Hilfe der naturverbundenen Ruby wird aus Ada eine selbstbewusste Frau, die ihren Lebensunterhalt mit der väterlichen Farm erwirtschaftet. Dennoch sehnt sie sich nach nichts so sehr, wie nach Inmans Heimkehr. Auf seinem gefährlichen Heimweg begegnet Inman Verbündeten wie dem ehemaligen Pfarrer Veasey (Philip Seymour Hoffman) und der Kräuterfrau Maddy (Eileen Atkins) aber auch unerwarteten Feinden wie dem Hinterwäldler Junior (Giovanni Ribisi). Und als Inman in die Nähe von Cold Mountain kommt, läuft er Gefahr, als Deserteur entdeckt zu werden. Auf fahnenflüchtige Soldaten hat es Teague (Ray Winstone), der brutale Anführer der Bürgermiliz besonders abgesehen...
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Eure Kritiken zu Unterwegs nach Cold Mountain

  1. JohnConnor

    OscarreifIch weiss gar nicht, was ihr hier zu bemäkeln habt, für mich hagelt es nach diesen schauspieler. und künsterlisch herausragenden Leistungen Ende Febrauer bestimmt mind. 7 Oscars. Ein klasse Film!

  2. Oscar

    Ein EreignisDer Film ist ein ereignis. Er versetzt einen in das amerikanische Nord-Sudstaaten-Kriegsjahr zurück und wird getragen durch die heruasragenden Schauspieler. Unbedingt ansehen!

  3. Nette

    Toll toll tollHabe den Film jetzt zum zweiten mal gesehen. Er wird mit jedem sehen besser, tolle Schauspieler, vor allem Jude Law ist klasse und ein tolles Thema. Für mich ein großer Oscarfavorit.

  4. Logik

    meisterwerk…. weil der Film nur wegen Herr der Ringe nicht bei den Oscars gewonnen hat und weil ich den Film jetzt zum dritten Mal gesehen habe…

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