KRITIK

Unsichtbar – Zwischen zwei Welten

Unsichtbar - Zwischen zwei Welten Nick (Justin Chatwin) könnte glücklich sein. Er hat einen guten Schulabschluss und eine Mutter, die rührend für ihn sorgt. Sicher, mit ihrer blinden Liebe erstickt sie seine Ambitionen, Schriftsteller zu werden, aber sonst?

Doch Nick ist nicht glücklich, er zählt zu jenen zarten Pflänzchen, die ihren Platz in der Welt nicht finden. Was alsbald durchaus wörtlich zu nehmen ist, denn in einer staunenswerten Volte des Coming-of-Age-Dramas wird der Junge Opfer brutaler Frauengewalt. Die Soziopathin Annie prügelt ihn ins Koma.

Am nächsten Schultag hat sich Nicks Leben von Grund auf verändert. Keiner sieht oder hört ihn, was daran liegt, dass er in einem Zustand zwischen Leben und Tod irrlichtert. Und die einzige Person, die ihn zurück auf die Beine holen könnte, ist ausgerechnet Annie.

So wie der junge Schmerzensheld sich weder im Dies- noch im Jenseits bewegt, so taumelt auch der Film von David S. Goyer in somnambuler Ungreifbarkeit dahin.

Dieses Remake des schwedischen Dramas „Den Osynlige“ ist in seinen metaphysischen Ambitionen nicht ernst zu nehmen, bewegt sich als kriminell aufgehübschte und verjüngte Variante der körperlosen Liebesgeschichte „Ghost“ nahe am Kitsch und ist sogar, trotz des nicht reizlosen Themas, sterbenslangweilig.



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INHALT

Der Streber Nicklas wird von der Gang seiner Klassenkameradin Annelie zusammengeschlagen und im Wald vergraben. Am nächsten Tag scheint ihn niemand mehr wahrzunehmen. Erst nach und nach begreift Nicklas, dass er tot ist und erst aus seinem Zwischenzustand befreit wird, wenn sein Körper im Wald gefunden wird. Dazu ist er ausgerechnet auf die Hilfe von Annelie angewiesen.
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