KRITIK

Underworld

Underworld Underworld von Len Wiseman ist weit mehr als ein ultracooler Vampir-versus-Werwolf-Reißer. Und auch weit mehr als ein verregneter Genre-Trash a la „Blade“, „Relikt“ oder dessen zahlreiche B-Movie Derivate. In dieser Untergrund-Geschichte geht es auch nicht um das Genre-spezifische Über-Monster, das nach dem ersten Drittel des Films in voller Pracht erscheint. (In schlechten Filmen wird es meist im weiteren Verlauf vom Held erlegt, der dadurch zum Übermenschen wird.)
Nein, der Debütfilm des ehemaligen Production Designers Len Wiseman hat das gewisse Etwas.
Das mag auch oder vor allem an der anziehenden Authentizität liegen, die von diesem Fantasy-Thriller ausgeht. Mit nur 22 Millionen Dollar fast schon ein Low-Budget-Film, wurde vornehmlich in Budapest gedreht. Bis auf die Hauptrolle, verkörpert von einer überzeugend toughen Kate Beckinsale, sind alle übrigen Darsteller weitestgehend unbekannt.

Die Geschichte ist weder subtil noch glaubhaft, aber dafür wenigstens neu: Werwölfe und Vampire kämpfen seit Jahrhunderten bis aufs Blut gegeneinander. Das passt kaum in den derzeitigen Trend, altbekannte Horrogestalten in neuer Kombination aufeinander zu hetzen, siehe „Freddy vs. Jason“ und „Alien vs. Predator“, doch auf wundersame Art und Weise funktioniert es. Was auch an der Ernsthaftigkeit liegt, mit der alle Beteiligte am Werk sind. Zudem geht hier die Erfolgsformel „alles egal, Hauptsache eine Liebesgeschichte ist mit drin“ ebenso auf.

Len Wiseman hat sich eine Romeo und Julia Geschichte mit Horrorgestalten ausgedacht. Und ähnlich wie Baz Luhrmans Verfilmung des Shakespeare-Dramas lebt „Underworld“ von der aufwühlenden Wucht, aus der Kombination von rasenden Bildern und wüstem Soundtrack. Alles in allem ein ansehnliches B-Movie also, mit einer überraschend fesselnden Story, mehr oder weniger überzeugenden Darstellern und einer interessanten Wendung nach dem zweiten Drittel. Wen wundert´s, dass Regisseur und Hauptdarstellerin wenig später ein Paar wurden.

 

 



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Seit Jahrhunderten tobt ein Krieg der Kreaturen, dessen Ursprünge im Dunkel der Vergangenheit liegen und der mit modernsten Waffen in die Neuzeit getragen wurde. Auf der einen Seite eine Gruppe mondäner Vampire, denen sich die gefährlich schöne Kriegerin Selene unter der Führung des machthungrigen Kraven angeschlossen hat - auf der anderen Seite eine Bande brutaler Werwölfe, deren Anführer Lucian kompromisslos Jagd auf Blutsauger macht.
Ausgetragen wird der zermürbende Kampf nicht mit Holzpflöcken oder Kreuzen, sondern mit Kugeln aus Silbernitrat oder ultraviolettem Licht. Doch das Gleichgewicht der verfeindeten Lager schwankt, als ein gewöhnlicher Mensch zwischen die Fronten gerät. Selene wird Zeugin, als die Werwölfe mit Michael Corvin ohne Grund einen Mensch aus Fleisch und Blut ins Visier nehmen. Doch selbst nachdem sie Michael vorübergehend in Sicherheit bringen kann und sich wider Willen in diese mysteriöse Schlüsselfigur zu verlieben beginnt, kann sie nicht verhindern, dass Michael von einem Werwolf infiziert wird. Und während das Duell der Nachtgeschöpfe im Untergrund der Stadt eskaliert und mit dem mumifizierten Viktor ein übermächtiger Vampirfürst erweckt werden muss, beginnt Selene die schrecklichen Hintergründe der Fehde zu erahnen...
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eure Kritiken zu Underworld

  1. Phil

    überraschendIch fand den Film überraschend gut. Ich hatte zwar so recht nix erwartet, aber dann stellte sich heraus, dass das ein „richtiger“ Film ist – nicht nur ein B-Movie. Mir wars jedenfalls keinen Moment peinlich, in dem Film zu sitzen.

  2. Ghost

    KlasseEin Film, der mal wieder so richtig Spass macht. Die Wendung nach der Hälfte in der Story ist klasse und die Maske auch. lohnt sich!!

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*