KRITIK

Todeszug nach Yuma

Todeszug nach Yuma Der Western war nie tot, er sah nur verwandelt aus. Über Actionfilme, Horrorschocker, Cop- und Gangster-Balladen konnte man ja immer fabulieren, dass es eigentlich Wildwest-Abenteuer seien. In jüngster Zeit aber erlebt die klassische, zeitlose Form eine forcierte Renaissance: mit Walter Hills Track-Epos „Broken Trail“, Tommy Lee Jones` gewaltiger Peckinpah-Hommage „Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“ oder Andrew Dominiks Mythen-Demontage „Die Ermordung des Jesse James“.

James Mangolds „Todeszug nach Yuma“, eine Neuverfilmung von Delmer Daves` „Zähl bis 3 und bete“, ist trotz Starbesetzung in den USA ziemlich gefloppt. Schade, denn Mangold, der den famosen Neo-Noir-Thriller „Copland“ inszeniert hat, legt einen durchaus achtbaren Spätwestern vor, der von Lebenslügen, Legenden und dem Schattenreich zwischen Recht und Unrecht erzählt. Es ist die Geschichte einer Männerfreundschaft unter falschen Vorzeichen.

Der unbescholtene Farmer Dan Evans (Christian Bale), der als Kriegsverwundeter auf kargem Land dem Ruin entgegensieht, hilft bei der Ergreifung des berüchtigten Ben Wade (Russell Crowe). Für eine Handvoll Dollar ist Evans auch bereit, den charismatischen Räuber und Mörder zum Zug nach Yuma zu eskortieren, obwohl Wades Bande blutige Vergeltung angekündigt hat. Trotz einiger Action-Eskapaden fasziniert diese Konfrontation zwischen zwei Lonern, die, ganz westerngerecht, nichts als ihren Platz im Leben einklagen.



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INHALT

Dan Evans ist ein verschuldeter Farmer, seine Frau und sein Sohn halten ihn für einen Versager. Um 200 Dollar zu verdienen, erklärt sich Dan bereit, den gefangenen, charismatischen Gangster Ben Wade, den sein Sohn bewundert, ins zwei Tage entfernte Contention zu bringen. Zwischen den ungleichen Männern entwickelt sich Sympathie.
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