KRITIK

The Time Machine

The Time Machine Sicher, die menschliche Existenz ist von einer Vielzahl drückender Ungewissheiten überschattet, doch besonders zwei Fragen bringen den Grübelnden um den Schlaf, schlimmstenfalls um den Verstand: „Was wäre, wenn?“ und „Wie war ich?“
Regisseur Simon Wells, der Urenkel des legendären Sciencefiction-Autors H. G. Wells, setzt in der neuerlichen Verfilmung des Traumstoffes von der Zeitreise mit Vollimpression überwiegend auf die Reizwirkung seiner teils schwelgend-historischen, teils bedrohlich-futuristischen Kulissen. In technischer Hinsicht ist seine Variation des klassisch-kühnen Epochen-Ritts, abenteuerlich angereichert durch etliche Jules-Verne-Motive, nahezu makellos. Die Story allerdings, die dem ansonsten hervorragenden Guy Pearce („Memento“; „L.A. Confidential“) viel grimmiges Starren abverlangt, versinkt bald im Edelkitsch einer zweifelhaften Ethnofabel, gegen die sich die Zoo-Utopie „Planet der Affen“ wie eine existenzphilosophische Sternstunde ausnimmt.
Patrick Wildermann



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INHALT

Der besessene Erfinder Alexander Hartdegen, der im New York des späten 19. Jahrhunderts Ketten mathematischer Hieroglyphen an die Tafel kritzelt, zählt zu jenen Bemitleidenswerten, die ihre Stunden mit Verwünschungen der Vergangenheit und Zukunfts-Träumereien vergeuden. Wie sähe sein Leben aus, könnte er die Uhr zurückdrehen und den Gang der Geschichte ändern?
Seit Hartdegens Verlobte kurz nach dem Heiratsantrag von einem Strauchdieb niedergestreckt wurde, steckt er seine gesamte Energie in die Konstruktion einer Zeitmaschine, mit deren Hilfe er das Geschehene in Luft auflösen möchte. Zwar gelingt es ihm tatsächlich, an den Ort des bevorstehenden Verbrechens zurückzureisen, doch den Tod der Geliebten verhindert er trotz eines Schauplatzwechsels des romantischen Tete-à-Tetes nicht.
Alex hofft, stattdessen in der Zukunft eine Antwort zu finden und landet im Jahre 800000. Die Welt hat sich gewandelt, indes nur geringfügig: in einer Zweiklassen-Gesellschaft herrschen die Halbaffen, sogenannte Morlocks, über die Wehrlosen, hier das Naturvölkchen der Elois. Nun erfährt der Wissenschaftler die Schattenseiten des sorglosen Zeitensprungs.
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Eure Kritiken zu The Time Machine

  1. Eliza

    Echt überraschtEigentlich hatte ich nicht viel erwartet, aber der Film war doch nett anzuschauen. Kein Meisterwerk, aber gelungene Unterhaltung.

  2. Christian

    Überzeugend.Geschichte bekannt, Umsetzung überzeugend, Guy Pearce ebenso, Effekte ansehnlich, Ideen erstaunlich, alles in allem ein sehenswerter Film…

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