KRITIK

The Sentinel

The Sentinel Der amerikanische Präsident lebt gefährlich. Nicht mal denen, die ihn beschützen sollen, kann er trauen. In Clark Johnsons Verschwörungsthriller „The Sentinel“ heckt ein Maulwurf innerhalb des Secret Service ein Attentat auf den Staatschef aus, wobei der Verdacht bald ausgerechnet auf den verdienten Agenten Pete Garrison (Michael Douglas) fällt, der sich einst eine Kugel einfing, um Ronald Reagan das Leben zu retten. Selbst Schuld.

Auch Petes Kollege Breckinridge (Kiefer Sutherland) misstraut seinem ehemaligen Freund, allerdings aufgrund amouröser Streitigkeiten, die nie ausgeräumt wurden. Der verdächtige Geheimdienstler, der vom Beschützer zum Gejagten wird, hat indes wirklich etwas zu verbergen, allerdings kein Mordkomplott, sondern eine Affäre mit der First Lady (Kim Basinger), die es ihm unmöglich macht, die gegen ihn eingefädelte Intrige zu erhellen. Garrison muss im Wettlauf gegen die Zeit den wahren Schuldigen enttarnen.

Clark Johnson, der diese Kimble-Kabale im Regierungs-Milieu nach einem Buch des ehemaligen Secret-Service-Agenten Gerald Petievich erzählt, inszeniert eine Mischung aus „Auf der Flucht“ und „In the Line of Fire“ – wobei diese Vorbilder sowohl spannender als auch schlüssiger waren. Auch Motive aus der Echtzeit-Erfolgsserie „24“ schimmern durch, in der Kiefer Sutherland den Geheimdienstler und Folterfreund Jack Bauer spielt, der immer nur einen Tag Zeit hat, um das Land zu retten. Mit derselben Grimmigkeit geht er auch zu Werke, während Michael Douglas eher routiniert seine Weste weiß wäscht. Da bleibt leider kaum Zeit für seine Liebschaft mit Kim Basinger als mächtigster Frau der Welt.



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INHALT

Ein Agent wird erschossen. Ein anderer Agent gerät in Verdacht. Der Mann heißt Pete Garrison, steht jeden Morgen um vier Uhr auf, ist über die Maßen korrekt (auch in seiner Kleidung) und ein Musterexemplar an Pflichtbewusstsein. Einst hatte er beim Attentat auf Ronald Reagan eine für den Präsidenten bestimmte Kugel abgefangen. Doch undankbar, wie das System ist, blieb die erhoffte Beförderung aus. Das reicht dem Secret-Service-Mann David Breckinridge, um ein Motiv für Garrison aus dem Hut zu zaubern, als bekannt wird, dass ein Attentat auf den jetzigen Präsidenten bevorsteht und ein Verräter aus den Reihen des Geheimdienstes Informationen nach außen liefert.

Sämtliche Geheimdienstler müssen sich einem Lügendetektortest unterziehen. Garrison besteht ihn nicht; aber nur das Kinopublikum weiß, warum: Der lupenreine Agent unterhält eine Affäre mit der First Lady. Dieser Plot-Twist stellt gleichzeitig die Beziehung zu Garrisons Vergangenheit her. Schon damals hat ihn eine illegitime Beziehung in Bedrängnis gebracht – mit Breckinridges Frau. Da haben wir das Motiv, weshalb Breckinridge, der sonst doch so aufrechte Kollege, Garrison nicht leiden kann und nur zu rasch bereit ist, dem ehemaligen Freund die Verräterrolle anzuhängen.
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Eure Kritiken zu The Sentinel

  1. Axel

    The Sentinel ist ein recht guter und unterhaltsamer Thriller wengleich er doch recht vorhersebar bleibt. Die Schauspieler wirken sehr Glaubwürdig, allen voran Kiefer Sutherland dessen Rolle jedoch sehr stark an seine Rolle des Jack Bauer aus 24 erinnert.

  2. Andi

    Ohne ThrillBei Kiefer Sutherland ist man die ganze Zeit irritiert, dass er nicht Jack Bauer gerufen wird. Fazit: kann man sich sparen

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