KRITIK

The Score

The Score Regisseur Frank Oz („The Muppets take Manhatten“; „Litte Shop of Horror“, „What about Bob“ u.a.) bietet ein Starensemble auf und liefert einen (fast) gewaltfreien Genrestreifen ab: letzter Raubzug vor der „Rente“, Konkurrenz zwischen alten und jungen Gaunern, immer größer werdende Hindernisse, um die reiche Beute zu ergattern, ein typischer Rififi-Thriller also. Nicht ohne Witz agieren Edward Norton, der in der Doppelrolle als stumpfer Putzknecht und gewieft-gieriger Ganove daherkommt, und Robert De Niro, dessen faltig werdendes Gesicht oft in eine nahe Großaufnahme gesetzt wird. Schauspieler, die ihre Arbeit souverän machen, da sie so einiges an Schwächen überdecken müssen. Das Drehbuch weist Längen auf, die Innenausstattung- und Lichtgestaltung z.B. des Jazzclubs leidet unter Klischee- und Kitschanfällen und die Nebenfiguren (Angela Bassett und der dicke Brando) bleiben blass. Vom Erzählstil hätte dieser Film auch vor 40 Jahren entstehen können, könnte er vielleicht als „klassisch sich gerierendes“ Genrestück gesehen werden. Zu bruchlos durchläuft er die Spannungsstufen, so dass auch das Ende weder überraschen noch mitnehmen kann. Vielleicht wäre das Filmbudget statt in einen Megastar besser ins Drehbuch, in die Schauspielerführung, in die Regie und in andere „Kleinigkeiten“ investiert worden. So bleibt ein höchstens durchschnittlicher Kinoabend. Rainer Bach



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INHALT

Der Dieb Nick Wells will sich nach erfolgreichen Jahren im erleichternden Gewerbe endlich zur Ruhe setzen und sich seiner öffentlichen und ehrlichen Beschäftigung als Jazzclubbetreiber widmen. Dann könnte es auch mit seiner Freundin Diane etwas ernstes werden. Sein Freund und Geschäftspartner Max jedoch möchte ihn noch zu einem letzten Diebeszug verleiten: der Erbeutung eines mittelalterlichen Zepters, das zufälligerweise im Zollhaus ihrer Heimat- und Wohnstadt Montreal liegt. Um den Deal zu ermöglichen, stellt ihm Max den jungen und ehrgeizigen Brian zur Seite, der zur Tarnung in einer Reinigungskolonne im Amt arbeitet. Dort gibt er einen leicht debilen Helfer ab, um in Ruhe das Sicherheitssystem des Hauses zu durchleuchten. Der Gewinn verspricht gewaltig zu werden, doch gibt es Probleme: zum einen stiehlt Nick aus Prinzip nur außerhalb der Heimat, zum anderen nur alleine und ohne Gefährdung anderer. Ganz das Gegenteil zum bedachten und ruhigen Altmeister in Sachen Diebesangelegenheiten ist jedoch der jüngere, pleophone Ganove, der auch Waffen und Fäuste zu gebrauchen weiß. Zur Durchführung des Coups sind beide aufeinander angewiesen. Im Spannungsfeld von Misstrauen und notwendiger Kooperation ziehen sie ihre Kreise um die wertvolle Beute.
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