KRITIK

Texas Chainsaw Massacre: The Beginning

Texas Chainsaw Massacre: The Beginning Lange ist es her, da schuf Tobe Hooper mit TEXAS CHAINSAW MASSACRE einen Genre-Meilenstein, der auch heute noch oft zitiert und viel mehr noch gefeiert wird. Im neuen Millennium lieferte Marcus Nispel mit dem gelungen Remake die Basis für eine neue Horrorwelle, deren Ausmaß noch heute zu spüren ist. Filme wie HOSTEL oder THE HILLS HAVE EYES hätten ohne den Erfolg von Nispels Film niemals den Weg in die Multiplexkinos geschafft. Logisch, dass man derlei Erfolg Tribut zollen muss.

Hierbei handelt es sich aber nicht um ein genreübliches Sequel, sondern um ein Prequel. Mit THE BEGINNING wird dem Ursprung des Übels auf den Grund gegangen und lässt den Zuschauer in Abgründe eintauchen, denen er sich im Laufe des Films als Fan nur schwer entziehen kann. Die Geschichte von Leatherface liegt hier im Fokus der Erzählung, angefangen von seiner Geburt, bis über seine Kindheit – ein Albtraum der die Schöpfung eines schonungslosen Monsters schildert.

Die Rahmenhandlung erzählt die Geschichte einer Hand voll Jugendlicher, die in den Zeiten des Vietnamkrieges ihrem Alltag entfliehen wollen. Tragischerweise geraten sie dabei in die Fänge des berüchtigten Sherrifs (bekannt aus allen anderen TCMs) und somit auch in die Hände seiner wenig sympathischen Kannibalenfamilie.

Der Film lebt von den kleinen Anspielungen auf das Original, zum Beispiel wie der „Sheriff“ zu seiner Dienstmarke kommt oder dergleichen. Die gezeigte Brutalität lässt einem den Atem stocken, fast unvorstellbar, dass sich solch eine große Produktion so etwas erlauben darf. Dabei darf man auch die genialen Effekte nicht unerwähnt lassen.

Das Setting und der Spannungsaufbau korrespondieren auf wundervolle Art und Weise miteinander, man riecht förmlich die modrigen Keller, die verwesenden Leichen und den kalten Schweiß auf der Stirn der Protagonisten. THE BEGINNING ist so etwas wie die Katharsis des Horrorgenres, der Film räumt mit allen unentschlossenen Filmen des Genres auf, er schockiert, reißt mit und schafft etwas, was man seit Alexandre Aja`s HIGH TENSION nicht mehr erlebt: Man spürt den Terror am eigenen Leib.



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INHALT

Die Freunde Dean und Eric unternehmen einen letzten Ausflug mit ihren Freundinnen Bailey und Chrissie, bevor die Jungs nach Vietnam geschickt werden. Nach einem Unfall auf einer einsamen texanischen Landstraße wird Sheriff Hoyt zu Hilfe gerufen. Die Teenager können nicht wissen, dass der Sheriff Mitglied einer Familie von Psychopathen und Kannibalen ist, die nur auf frische Beute warten. Als Leatherface seine Kettensäge aufheulen lässt, beginnt für die Freunde ein unbeschreibliches Martyrium.
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