KRITIK

Tanzträume

Tanzträume Kontakthof“ gehört zu den bekanntesten Werken der legendären Wuppertaler Choreografin Pina Bausch. Mit ihrer Compagnie hat sie die Arbeit über die Formen des menschlichen Miteinanders 1978 uraufgeführt, mit „Damen und Herren ab 65“ vor zehn Jahren neu aufgelegt.

Darüber lief 2002 bereits eine Dokumentation in den Kinos. Vor zwei Jahren nun ließ Bausch ihre Schützlinge Benedict Billiet und Jo Ann Endicott eine Neueinstudierung erarbeiten – mit Jugendlichen ab 14. Wieder waren Dokumentarfilmer dabei.

Da Pina Bausch als überwachende Instanz nur am Rande auftaucht, steht „Tanzträume“ eher in der Tradition erfolgreicher Casting-und-Training-Filme wie „Rhythm is it!“, obgleich sich die tanzenden Wuppertaler Gymnasiasten in punkto problematischer Herkunft eher nicht mit den Neuköllner Kiez-Kids aus Simon Rattles Berlin-Projekt messen lassen können.

Die formal biedere Doku (Regie: Anne Linsel) wäre auch sonst besser im Fernsehen aufgehoben, aber andererseits ist nach Bauschs Tod 2009, den Querelen um die drohende Schließung ums Wuppertaler Schauspielhaus und im Vorgriff auf den derzeit entstehenden „Pina“-Film von Wim Wenders vielleicht doch genug Kino-Interesse da.



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INHALT

Am 7. November 2008 war Tanztheater-Premiere am Wuppertaler Schauspielhaus: Jugendliche tanzten "Kontakthof", ein Stück von Pina Bausch. Fast ein Jahr lang haben vierzig Schüler und Schülerinnen verschiedener Wuppertaler Schulen auf dieses Ziel hingearbeitet. Anne Linsel und Rainer Hoffmann haben die Proben der Jugendlichen von April bis zur Premiere im November 2008 begleitet.
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Eure Kritiken zu Tanzträume

  1. Tanzfan

    Als Tanzfan ist der Film ein Muss!

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