KRITIK

Superhero Movie

Superhero Movie Nehmen wir ruhig den Witz mit der Bananenschale zum Vergleich: Vielleicht gibt es irgendwo auf der Welt noch Leute, die über den Ausrutscher lachen. Der gewaltige Unterschied zwischen der Bananenschalen-Nummer und den Scherzen, mit denen „Superhero Movie“ aufwartet, ist allerdings, dass im ersten Fall die Schadenfreude verursachende Unfall-Situation noch plausibel erscheint.

In Craig Mazins „Superhero Movie“ läuft das anders: Rick Riker (Drake Bell), der Vorzeige-Loser seiner High-school, besichtigt mit anderen Schülern ein High-Tech-Labor, er benimmt sich dabei so tollpatschig wie ein Dinosaurier in der Puppenstube, steckt versehentlich einen Papageien in Brand, das übliche eben, geht stolpernd zu Boden – und landet mitten in einem Haufen Kot. Wo der herkommt? Weiß keiner. Ist den Machern auch egal, und genau das ist der Knackpunkt an ihrer zum Einschlafen öden Spider-Man-Veralberung. Zelebriert wird der einfallsloseste Slapstick. Wobei man besser Klamauk sagen sollte, denn Slapstick ist ja ein Begriff aus dem Kasperletheater, und der Kasper war immer eine anarchische, subversive Figur.

In dieser vom Parodisten-Papst David Zucker („Die nackte Kanone“) mitproduzierten Klamotte werden die Scherze auf Kosten der Schwächsten gemacht, und leider läuft auch Leslie Nielsen pupend durchs Bild.

Ab und an scheint sich wie zufällig die Tür zu den besseren und bissigeren Pointen der frühen Zucker-Ära zu öffnen, etwa wenn Rick, der durch den Biss einer genmanipulierten Libelle zu Dragonfly mutiert, sich ein Album mit Fotos seines verstorbenen Vaters anschaut, auf denen dieser mit Ku-Klux-Klan-Kapuze lachend unter lauter Schwarzen steht. Aber die Tür wird stets schnell wieder zugeschlagen, und irgendwer pinkelt dann dagegen.



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INHALT

Aus Rick Riker wird nie etwas - der unfähige Vollversager haust bei seinem senilen Onkel Albert. Als er beim Schulausflug ins Labor eines Pharmakonzerns von einer genmanipulierten Libelle gestochen wird, verwandelt sich der schüchterne Schwächling in den Superhelden Dragonfly. Dessen Agenda ist es fortan, Verbrechen zu bekämpfen, sofern er seine Kräfte, die hübsche Jill und einen Konzernchef bändigen kann.
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Eure Kritiken zu Superhero Movie

  1. Kohloe

    Einfach nur schlecht PUNKT

    Der Film erinnert sehr stark an die Scary Movie Reihe, parodiert er doch namenhafte Klassenknüller wie zum Beispiel X-Men und Spiderman(…unglaublich schlecht). Komik, Story und Special Effects sind veraltet und begeistern nichtmal klein Jimbo bei seinem ersten Kinobesuch.

    Neben The Happening der bissher enttäuschendste Film in diesem Jahr.

    Zwei Punkte gibts einzig für die überzeugende Sarah Paxton.

  2. tom

    Schade, Leslie Nielsen steht sonst für gute Unterhaltung. Dieser Film ist aber eine Enttäuschung. Diue Gags sind alle unter dre Gürtellinie, und nicht mal witzig. Ich würde den Film nihct empfehlen…

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