KRITIK

Sunshine

Sunshine Multitalent und Kultfilmer Danny Boyle, der seine Fans bisher mit großartigen Filmen wie „Trainspotting“, „The Beach“ und dem furiosen Zombie Highlight „28 Days Later“ begeistern konnte, hat mit seinem neuen Streich „Sunshine“ ein fulminantes Science-Fiction Spektakel der Extraklasse abgeliefert. Neben grandiosen und philosophisch angehauchten Bildern, einzigartigen Special-Effects und einer interessanten Story aus der Feder seines Stammautoren Alex Garland, muss „Sunshine“ vergleiche mit Filmen wie „2001 – Odyssee im Weltraum“ und „Event Horizon“ nicht scheuen.

Dazu passt die grandiose Musik von „Underworld“, die den philosophischen Bilderreigen untermalt. Danny Boyle`s „Sunshine“ zeichnet einmal mehr aus, was es bedeutet, großartige Bilder, eine spannende Story und großartige darstellerische Leistungen in einem Mix auf die Leinwand zu bringen. Und man kann hier wahrlich von großer Kunst sprechen, die Boyle und seinem Team gelungen ist. Mitunter erinnert dies alles an die Science-Fiction Klassiker „2001 Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick und dem Science-Fiction/Horror Movie „Event Horizon“, ohne dabei wie eine billige Kopie zu wirken.
Boyle schafft es, mit seiner Musik und seinem Stil nicht zu übertreiben, was der Spannung und der Tiefe zu gute kommt. Durch außergewöhnliche Kamerafahrten und seinen unüblich langsamen Schnitten, schmettert er seine Bilder auf die Leinwand.

Die Schauspielerriege, die Danny Boyle in „Sunshine“ versammelt, wirkt als Team perfekt gecastet. Danny Boyle arbeitet auch hier wieder mit Cilian Murphy zusammen, der es in „28 Days Later“ schon mit Zombies zu tun bekam, und in „Sunshine“ den Physiker Capa darstellt.
Große Namen würden dem Film auch nicht zu Gesicht stehen, eindrucksvoll beweist z.B Cliff Curtis, dass er mehr kann als nur den Bösewicht zu mimen, wie in „Blow“ wo er Pablo Escobar verkörperte. Chris Evans „Fantastic Four“ und die übrigen Protagonisten nehmen den Zuschauer mit auf eine unvergessliche Reise. Man fiebert, im wahrsten Sinne des Wortes, mit dem Team, da jeder auf seine Weise einen „Helden“ darstellt ohne dabei heldenhaft zu wirken, um das bevorstehende „Ende“ der Welt aufzuhalten.

Danny Boyle schafft es einmal mehr, seine Protagonisten in einen schier überwältigenden Bilderrausch zu schicken, der wie hier selten so viel Eindruck hinterlassen hat. Seine Bilderauswahl, allen voran die der Sonne, wirken nicht gekünstelt und verleihen der Story und dem Film einen Schub, der den Spannungsbogen, der sich langsam von Anfang bis zum überwältigenden Finale erstreckt, eine Untermalung die selbst Salvatore Dali auf L.S.D kaum zustande bringen könnte. Gekonnt spielt Doyle mit den filmischen Elementen.

Die Atmosphäre, die Boyle in diesem Hightech Science-Fiction-Thriller erzeugt, die Kälte die in einigen Szenen zwischen die Bilder schleicht, um dann von der letzten Kraft der Sonne gebrochen zu werden, ist ein Bilderreigen ohne gleichen. Die Special-Effects, die einen großen Anteil an diesem kleinen Meisterwerk haben, machen „Sunshine“ zu einem unvergesslichen Science-Fiction Spektakel der Extraklasse.
Der Film „Sunshine“ kann sich jetzt schon zu den ganz großen Science-Fiction Filmen zählen lassen, und selbst Danny Boyle hat einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er zu den Besten seines Faches gehört.



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INHALT

In 50 Jahren steht die Erde vor einer Katastrophe biblischen Ausmaßes. Das Erlöschen der lebenswichtigen Sonne steht bevor. Einzige Hoffnung der Menschheit ist eine achtköpfige Crew, die sich mit der Raumfähre Icarus II auf dem Weg zur Sonne macht, um die letzten Sprengstoffreserven der Erde im Sonnenkern zu zünden. Mit der Hoffnung, dass durch die Explosion die Sonne wieder anfängt zu "scheinen". Kurz vor ihrem Ziel erreicht die Crew ein Funkspruch der vor 7 Jahren verschollen Raumfähre Icarus I. Zudem ereilt die Crew ein folgenschwerer Unfall, durch den die Mission zu scheitern droht...
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Eure Kritiken zu Sunshine

  1. Udo

    Danke, Danny für diesen beeindruckenden britischen Sci-Fi-Thriller. Ein mutiger Film, ein faszinierender Film. Sehr bildgewaltig, ein wenig Horror aber immer sehr mitreißend. Klasse!

  2. Den

    Ich kann diese Begeisterung nicht nachvollziehen. Der Film ist optisch definitiv ein Meisterwerk und er ist auch recht spannend. Aber der Film heuchelt am Anfang Psychologie, Philosophie sowie Tiefgang an und hält nichts was es verspricht. Der Film verkommt gegen Ende absolut als Psycho-Thriller wo überlicherweise einer nach dem anderen nachgemetztelt wird. Und dass der Gegenspieler ohne ÜBERZEUGENDE Motivation versucht die Operation aufzuhalten, halte ich für überhaupt nicht gelungen. Soll wohl eine Metapher sein, geht aber aufgrund der zwar gut gespielten aber platten Figuren nicht auf.

    Der Film sieht gut aus, hört sich gut an, hält sich aber für besonders tiefgründig ist aber eigentlich nur sehr platt…Schade.

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