KRITIK

Sturmflut II

Sturmflut II Der zweite Teil der legendären Nordsee-Dokumentation „Sturmflut“ aus dem Jahre 1993. Seit 15 Jahren zeigt Produzent und Geschäftsführer der Arctia Film GmbH Freymuth Schultz die Nordsee-Doku mit anhaltendem Erfolg in seinen Inselkinos. Annähernd 350.000 Besucher sollen den Film über die Naturgewalten bereits gesehen haben. Grund genug für eine Fortsetzung, dachte sich der Filmemacher und Produzent und realisierte die Fortsetzung mit einem 52-köpfigen Team in einem Drehzeitraum von 46 Tagen.

Jens Uwe Schefflers semi-dokumentarischer Film über den großen Strom Elbe, die Halligen und die Menschen, die dort leben, wirkt jedoch seltsam antiquiert. Sprecher Peter Kaempfes sanfte Stimme verleitet den Zuschauer eher in ein sanftes Nickerchen denn in ein spannendes Inseldrama, die Rahmenhandlung wirkt wie ein notwendiges Übel und weckt Erinnerungen an 80er Jahre NDR-Reportagen.

Und warum der Film mit dem deutschen Starttermin am 26. Juni 2008 ein halbes Jahr später in verschiedenen Kinos, darunter auch in Münster auftaucht, bleibt eine der vielen ungelösten Fragen dieser missratenen Mixtur aus Doku und Drama. Bilder wie aus den 80er Jahren, schlechte darstellerische Leistungen und langweilige Kamerafahrten laden hier eher zum Einschlafen ein als zu einem Besuch der vorgestellten Region. Besser auslassen.



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INHALT

Jan, der ostfriesische Insel-Flieger, holt seine große Liebe Meike in Meißen ab, wo sie in der berühmten Porzellan-Manufaktur arbeitet. Jan und Meike wollen sich auf der Hallig Langeneß das Ja-Wort geben. Doch vorher folgen sie in ihrem Flugzeug dem Lauf der Elbe und besuchen die schönsten Sehenswürdigkeiten.
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