KRITIK

Stellas Versuchung

Stellas Versuchung



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INHALT

Stella Raphael, Ehemann Max und ihr kleiner Sohn Charlie ziehen aufs Land in eine Villa auf dem Gelände der psychiatrischen Anstalt, deren stellvertretende Leitung Max übernommen hat. Max ist davon überzeugt, dort bald in die Position des Leiters aufzusteigen. Bei der feierlichen Begrüßung werden lustige Scherzchen über die Verrückten in der Anstalt gemacht. Max macht auch gerne Scherze: Seine Frau bezeichnet er als seine schwierigste Patientin. Von Stella wird vor allem eins erwartet: als Ehefrau des Doktors beim Doktorenehefrauen-Damenkränzchen und bei anderen gesellschaftlichen Anlässen eine gute Figur machen. Doch während die Gattinnen der übrigen Anstaltsärzte routiniert ihre Kleidung so passend zum schauderhaften Tapetenmuster auswählen, dass sich kein Unterschied zwischen Dame und Tapete mehr erkennen lässt, übt Stella passiven Widerstand. Und ehe dieser in Resignation und Depression endet, beginnt sie die Affäre mit dem Patienten Edgar, der als Gärtner bei den Raphaels gewissermaßen auf Freigang ist.

Vielleicht ausgerechnet mit ihm, weil er der nächstbeste ist. Vielleicht auch, weil er von der Umgebung noch ein wenig misstrauischer beäugt wird als sie selbst, und sie sich innerlich sofort mit diesem Gefangenen der todtraurigen Verwahranstalt solidarisiert.
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