KRITIK

Starsky und Hutch

Starsky und Hutch
David Starsky ist ein pflichtbewusster Polizist, ein Vollblutbeamter mit Bügelfalten-Jeans und Naturlocken, der jeden 5-Dollar-Räuber mit der gnadenlosen Härte des Gesetzes verfolgt und deswegen im Kreise seiner Kollegen oft und gern verspottet wird. Kein Wunder, dass der Knabe zu cholerischen Anfällen neigt. Ken „Hutch“ Hutchinson ist ein Lebemann mit Dienstmarke, ein trinkfreudiger Kumpel-Cop, der bestens mit dem obersten Gangster von Bay City auskommt, bei den kleinen Fischen gerne beide Augen zudrückt und am Tatort auch mal einem Toten in die Brieftasche langt. Gegensätzlicher also könnten diese zwei Schönwetter-Ermittler nicht sein, weshalb sie selbstverständlich wie füreinander geschaffen sind. Was auch der Polizeichef so sieht, der sie zu Partnern wider Willen macht und damit den Beginn einer wundervollen Männerfreundschaft zeitigt.

Die Serie „Starsky & Hutch“ lief Mitte der 1970er Jahre mit viel Erfolg im US-Fernsehen und war einige Jahre später auch in Deutschland zu sehen. Im grellbunten Flair der „Saturday Night Life“-Ära führten da Paul Michael Glaser als Starsky und David Soul als Hutch ihre Sonnenbrillen spazieren, bis ihre „Guter Cop, böser Cop“-Masche sich überlebt hatte und sie in Rente geschickt wurden.

Die Hollywood-Buddies Ben Stiller und Owen Wilson aber, die unter anderem die Model-Groteske „Zoolander“ miteinander gedreht haben, entdecken nun das Krimikomödien-Potenzial der beliebten Streithahn-Show fürs Kino neu. Mit Erfolg. Stiller als Steifkragen-Starsky und Wilson in der Rolle des Flirtkönigs Hutch kalauern sich da durch eine solide Gangster-Geschichte um einen sagenhaften Koksdeal und nehmen en passant das Schlaghosen-Jahrzehnt ironisch-munter auf die Schippe. Der Ton ist angenehm. Regisseur Todd Phillips handhabt die discopinke Ausstattungsorgie augenzwinkernd, verrät sie jedoch nie an die Parodie. Sonst würden am Ende schließlich nicht Paul Michael Glaser und David Soul höchstpersönlich im roten Ford zur Schlüsselübergabe an die nächste Generation antreten.



Ähnliche Beiträge:

INHALT

In Bay City löst das unkonventionelle Cop-Duo Ken Hutchinson und Dave Starsky selbst die härtesten Fälle mit Charme, harter Faust und den immer willkommenen Tipps ihres scheinbar allwissenden Zuhälter-Kumpels Huggy Bear. Nun bekommen sie es mit einem alten Bekannten und Campus-Dealer zu tun, der seine Geschäfte inzwischen hinter gutbürgerlicher Fassade abwickelt und deshalb gar nicht so leicht zu fassen ist...
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eure Kritiken zu Starsky und Hutch

  1. Lisa

    Der Film hat nichts, was einem haften bleibt. Ben Stiller kann nicht mehr, als sich lächerlich zu machen, die Story langweilt eher, nur die Witze sind teilweise ganz nett. Aber das reicht am Ende nicht.

  2. Udo

    Uahh!!Ich hatte eine Komödie erwartet und sah eine flache, nur mäßig witzige Krimi-Parodie.. uaah schrecklich..

  3. Dieter

    Ganz nett, einige nette Gags, die haften bleiben. Sonst wohl eher etwas flach..

  4. Ded

    Netter Film, ich mag die beiden protagonisten. Sie sind auch im wirklichen Leben Freunde. Deshalb ist auch der film ein schöner, kurzweiliger Spaß und gute Unterhaltung..

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*