KRITIK

Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger

Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger Einen Star Wars Film unter „normalen“ Gesichtspunkten zu beleuchten wäre so abwegig wie beispielsweise das englische Nobelgefährt Rolls Royce unter ökonomischen Aspekten zu betrachten. Star Wars ist so wenig normaler Film wie Rolls Royce normales Auto ist. Star Wars ist ein Mythos, Kult, Star Wars ist Kino-Magie.
Als George Lucas 1976, im damals (für einen jungen Regisseur) zarten Alter von 32 Jahren mit seiner Idee von einem Weltraumabenteuer bei den Studios hausieren ging, musste er zunächst noch viel Spott und Geringschätzung einstecken. Seine schlichte Gut gegen Böse Märchenerzählung hielt man für schlichtweg unverfilmbar und nicht publikumswirksam. Niemand konnte damals ahnen, dass so ein junger Visionär eine Revolution anführen würde.
25 Jahre später hat er mit seinen Ideen so viel Geld verdient, dass Straßenzüge, (Kurz)Filmfestivals und Produktionsfirmen nach ihm benannt werden. Seine Filmfiguren werden zigmillionenmal auf der ganzen Welt ge- und verkauft, jeder will einmal ein Sternenkrieger sein – und sei es nur auf irgendeinem Kindergeburtstag.
Dabei hatte George Lucas doch nur ein gesundes Maß an Weitblick bewiesen. So viel, um zu erkennen, dass Kino für Kinder und junge Erwachsene das einzig wahre, weil die lukrativste Art des Filmerzählens sein kann. Kein anderes Klientel ist interessierter, finanzstärker und unkritischer als die 12 bis 18jährigen. Und genau an dieses Klientel wollte und sollte sich Star Wars richten. Nur in dieser Altersklasse wird schon mal ein logischer Fehler verziehen, nur hier kann man noch mit einem aus zahlreichen Versatzstücken zusammengeklaubtem Mischmasch aus Mythen, Märchen und Erzählungen und mit einem Appell an die guten Werte wie Freundschaft, Glaube und die ewige Liebe im Leben auf positive, ja euphorische Resonanz stoßen.
Was Lucas hingegen nicht wissen konnte ist, wie beständig sein Kult die Anhängerschaft über Jahre hinaus immer wieder begeistern kann, sei es als Special Edition, Directors Cut oder Digital Remasterd Edition. Der Kult hält an und vor allem jung.
Selbst seine aberwitzige Idee, nach der Trilogie aus den 80ern, in den 90ern bzw. im 21. Jahrhundert noch eine weitere Trilogie auf die Leinwände zu wuchten, die zeitlich vor den Abenteuern der ursprünglichen Teile 1 bis 3 angesiedelt ist, also eine sog. Prequel-Trilogie, konnte die immer größer werdende Fangemeinde nicht abschrecken, im Gegenteil, im Jahre 1999 zur Star Wars Episode 1 campten über 100 Fans vor dem Premierenkino in Los Angeles/USA, nur um die besten Karten für die erste Vorstellung zu ergattern. So etwas hatte es noch nie gegeben.
Leider kam bekanntermaßen erstens alles anders und zweitens als man denkt. Im Zeitalter der globalen Vernetzung wurden durch das Medium Internet viel zu rasch böse Gerüchte in Umlauf gebracht. Selbsternannte Filmliebhaber, meist Anfang 20 wollten wissen, wie ein richtiger Star Wars Film auszusehen habe und verrissen kurzerhand den angeblich inhaltleeren Film. Lucas hatte zwar den Fehler gemacht, dass seine Episode 1 ein wenig zu infantil geriet – mit der Figur Jar Jar Bings beispielsweise, die sich wie ein roter Faden von einem Kalauer zum nächsten wankte – doch es galt hier lediglich zahlreiche Figuren einzuführen und eine nette Vorgeschichte zu erzählen.
Dies und vor allem die Entwicklung mit den bösen Gerüchten durfte in Episode 2 nicht mehr passieren. So wurden die Vorab-Screenings eingeschränkt, die Drehorte verriegelt und überhaupt fanden 80 Prozent der Dreharbeiten vor Blue Screen Wänden statt. Spionage unmöglich.
Dass die Darsteller in Episode 2 viel besser ankommen würden, war vorauszusehen, siedeln sie sich allein altersmäßig sehr nah an die ursprünglichen Teile 1 bis 3 an, um die Kluft zwischen Episode 3 (voraussichtlich 2005) und Episode 4 aus dem Jahr 1977 so gering wie möglich zu halten. So ist es denn auch kein Wunder, dass die Darsteller hier vollends überzeugen können. Natalie Portman gibt die Senatorin Padmé Amidala überzeugend komplex. Schon nach 3 Minuten darf sie die Action einläuten, als sie von ihrem Attentäter erfährt. Immer an ihrer Seite ein von innerer Zerrissenheit zwischen Selbstverliebtheit und Pflichterfüllung geprägter Hayden Christensen, 21 jähriger Newcomer aus Kanada, der aus einer beispiellosen Casting-Kampagne als Sieger hervor ging…

Sorry, Fortsetzung folgt in wenigen Stunden…..

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INHALT

Aufruhr im Weltraum: Tausende von Sonnensystemen drohen damit, sich unter der Führung des abtrünnigen Jedi Count Dooku von der Galaktischen Republik abzuspalten. Ohne Armeeunterstützung versuchen die Jedi-Ritter nun verzweifelt, die Ordnung aufrecht zu erhalten, ist doch der Frieden in seinen Grundfesten erschüttert und die Demokratie gefährdet.
Padmé Amidala, mittlerweile Senatorin in der Galaktischen Republik, stellt sich gegen die Erschaffung einer Spezialarmee, die den Aufstand beenden soll. Ihre friedliche Lösung stößt auf Widerstand; zwei Attentaten entgeht sie nur knapp. Zu ihrem Schutz wird ihr der halsstarrige Anakin Skywalker zur Seite gestellt, ein Lehrling des altehrwürdigen Jedi-Ritters Obi-Wan Kenobi.
In ihrem idyllischen Zufluchtsort angelangt, beginnen unterdrückte Gefühle aufzubrechen, Gefühle, die Padmés pragmatische Ideale und Anakins Jedi-Gelübde einer harten Prüfung unterziehen. In der Zwischenzeit erforscht Obi-Wan die Gründe für die Attentate. Dabei stößt er auf eine entfernte Meereslandschaft und macht dort eine unglaubliche Entdeckung. In den Tiefen des Planeten entsteht eine industrielle Anlage, deren Erzeugnisse in der Lage sind, den Verlauf des schwelenden Bürgerkriegs zu beeinflussen. Der Ausbruch des Krieges ist näher, als es sich die Jedi und die Republik hätten träumen lassen.
Obi-Wan, Anakin und Padmé verschlägt es indes auf einen weitentfernten roten Planeten, auf dem die Armeen der Separatisten aufeinandertreffen. Bald kämpfen die jungen Helden um ihr Leben, als zwischen den Jedi-Ritern, den Separatisten und einer neuen, unbekannten Kriegergattung eine Schlacht losbricht. Mitten in einem Sturm von Laserfeuer und blitzenden Leuchtschwertern fordern hunderte von Jedis tausende von Droids zu einem Kampf heraus, der die Galaxie für immer verändern wird.
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Eure Kritiken zu Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger

  1. Luke

    Möge die Macht…. mit George Lucas sein, dass Episode III besser wird. Teil 1 war ja noch ok, Teil 2 hingegen ist ein Szenen-Bilderbuch ohne Fluss und Zusammenhang. Eine sehr gute Kleiderschau für Natalie Portmans Kostüme… mehr leider nicht…

  2. Udo

    Nette Actionkost..mehr hat George Lucas in Teil2 leider auch nicht zu stande gebracht. Ist er zu alt geworden, wollte er zuviel??? Leider hat er nicht aus seinen Fehlern in teil 1 gelernt. Zwar gibt es hier mehr Bilder, mehr Action, mehr Kostüme und tragendere Musik, doch das alles geht zu lasten des Inhalts und der Charakterzeichnung der Hauptdarsteller, schade.

  3. Eliza

    Ohne Harrison Ford……fehlt Star Wars einfach etwas. Teil 1 war ja noch ganz nett, aber Teil 2 ist mir entschieden zu poppig und inhaltslos! Bis auf ein paar nette Ideen und Phantasien leider ein Fehlschlag.

  4. Videofreak

    KLasse FilmStar wars ist das, was er sein soll: herausragende Kinounterhaltung. Mit toller Action, tollen Schauspielern und tollen Effekten. Allemal besser als Episode 1 und im Vergleich auch besser als Episode 4-6. Möge die Macht auch mit Episode3 sein.

  5. Jens

    Star Wars ist KinoerlebnisGeorge Lucas ist wieder einmal seiner Zeit voraus.

    Herausragende Bilder, tolle Ausstattung und grandiose Schauspieler, besser kann Kinounterhaltung nicht sein.

    Popkornkino vom allerfeinsten…

  6. Ralf

    Was macht nur die Faszination…. eines Star Wars Filmes aus?? Ist es das klassische Erzählschema? Ist es das hohe Identifiaktionspotential mit den gestrauchelten Figuren?? Oder ist es einfach nur die herausragende Action?? Auch ich habe mich der Faszination wieder nicht entziehen können und bin wieder einmal enttäuscht worden.. Das wars für ich mit Star Wars. Jetzt bin ich wohl zu alt für den Kram..:-)

  7. Toppi

    ActionkunstHey Leute,

    der Film ist dovh der Hammer.

    Alles passt, Schauspieler, Action, Bilder, Story, usw…

    Ich freeue mich schon auf Teil 3…

  8. Jedi

    Actionspaß vom Feinsten..Mir hat der Film sehr gut gefallen. So wie Kino sein muss, pure Unterhaltung. Dazu nett

    anzusehende Schauspieler, die überzeugen und eine hervorragende Filmmusik. Ich freue mich auf Teil 3. Gruß an die Macher der Seite..:-)

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