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Star Wars 8 – Die letzten Jedi

Plakat zum Film Star Wars Episode 8 Die letzten Jedi mit allen Darstellern als Zeichnung.

Bild (c) Walt Disney Motion Pictures Germany.

Nachdem die drei Prequels von George Lucas aus den Nullerjahren mit ihrer quietschbunten Possierlichkeit so viele Star-Wars-Fans der ersten Stunde unzufrieden zurückgelassen hatten, begeisterte der erste Teil der neuen Trilogie 2015 als entschiedene Serviceleistung. Was Regisseur J. J. Abrams da angerührt hatte für seine „Episode VII„, war ein Update des alten „Krieg der Sterne“ (neu: Star Wars Episode IV – Eine neue Hoffnung) und Startschuss für einen genialen Masterplan. Denn Disney hat durch den Kauf der Star-Wars-Rechte die Lizenz zum Weiterverdienen: Wir können getrost davon ausgehen, dass es noch Star-Wars-Filme und -Spin-offs geben wird, wenn wir selbst längst nicht mehr sind.

Rian Johnson („Looper“), Autor und Regisseur von „Episode VIII“, legt einen sehr unterhaltsamen Film vor, der sich analog zum „Imperium schlägt zurück“ aus der Ursprungstrilogie verhält: ein Bindeglied ohne viel Story-Fortschritt, in dem aber die neuen Figuren vertieft und ein paar überraschende Wendungen serviert werden. Neu ist der selbstironische Tonfall, ohne den, wie in den Marvel-Filmen, heute nichts mehr geht.

Szene aus dem Film Star Wars Episode 8 Die letzten Jedi mit Hauptdarstellerin Daisy Ridley und ihrem Lichtschwert.Im Zentrum steht Rebellin Rey (Daisy Ridley), die sich dem Einsiedler und letzten Jedi Luke Skywalker als Elevin im Umgang mit der Macht andient: Wie der heute 66-jährige Mark Hamill seine Lebensfigur mit zauselbärtiger Würde füllt, lässt Fans wahre Nostalgieschauer über den Rücken rieseln. Mit geschickten Parallelmontagen wird Kylo Ren (Adam Driver), Sohn von Han Solo und Leia und designierter Darth-Vader-Ersatz, als tragischer Schurke etabliert. Alles läuft auf die finale Konfrontation von Rey und Ren hin. Diese beiden Figuren bilden das Herz des Films – und es pulsiert heftig.

Szene aus dem Film Star Wars Episode 8 Die letzten Jedi mit Daisy Ridley und Mark Hamill im Training.Daneben fallen die Plots um das Schicksal der Rebellen um Leila (Carrie Fisher, die nach den Dreharbeiten verstarb), Pilot Poe (Oscar Isaac), Ex-Stormtrooper Finn (John Boyega, „Detroit“) und Admiralin Holdo (Laura Dern, mit lila Frisur) samt Ausflug auf einen Casino-Planeten etwas ab. Sie werden von Snoke (Andy „Gollum“ Serkis) gejagt, dem „Supreme Leader“: Es gibt schick getrickste Weltraum-Ballereien, die den Film auf 152 Minuten aufblähen, pelzige Pinguinfigürchen (die den Spielzeugverkauf ankurbeln sollen), tragisches Ableben und erfreulich treffsichere Dialoge.

Für Nerds kommen das Glück der plötzlichen Wiederkehr einer wichtigen Figur von früher hinzu – und viele Gastauftritte, zum Beispiel von den Prinzen William und Harry als Stormtrooper. Episode VIII ist eine gelungene Sause für Fans und ihre Kinder, die den Sog des Seriellen mustergültig (und gnadenlos) bedient: Am Ende will man auch nach über zweieinhalb Stunden gerne weitergucken. Dauert aber noch zwei Jahre. Sehenswert.

 

 



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