KRITIK

Star Trek

Star Trek Wofür eigentlich steht das „T“ im Namen des Enterprise-Kapitäns James T. Kirk? Klar, für Tiberius, das wissen die „Star Trek“-Fans rund um den Globus. Aber wie es zu dieser Taufe kam, das war noch nicht bekannt. Das erfährt man erst jetzt, in der fulminanten Eröffnungssequenz des „Star Trek“-Prequels, das Regisseur J.J. Abrams inszeniert hat.

Da wird Vater George Kirk als frisch beförderter Schiffskommandant in ein tödliches Gefecht mit romulanischen Finsterlingen verwickelt, kann gerade noch seine in den Wehen liegende Frau in die Rettungskapsel expedieren lassen und mit ihr über Funk die Vornamenswahl diskutieren, dann geht er in die ewigen Weltraumweiten ein. Der eine Kirk stirbt, der andere kommt, das wirkt wie der Auftakt einer galaktischen Soap und nimmt in seinem kraftvoll orchestrierten Pathos durchaus ein.

Es ist ja in Hollywood Mode geworden, die Pop-Mythen auf ihren Ursprung zurückzuführen, erlahmten Serien und Sagen frisches Blut einzupumpen, indem man ihre Vorgeschichte erzählt und damit die Uhren wieder auf Null stellt. Das geht manchmal schief, wie beispielsweise bei den „Star Wars“-Prequels, kann aber auch, siehe „Batman“ und mit Einschränkungen „James Bond“, sehr vitalisierend sein.

Im Falle von „Star Trek“ nun ist zwar keine Neugeburt zu bejubeln, aber immerhin werden die Fans der ursprünglichen Serie nicht verschreckt. Ein sehr unterhaltsamer Film ist entstanden. Besonders die Einstiegspassagen, in denen Abrams von den immer noch weit in der Zukunft liegenden Flegeljahren seiner Protagonisten erzählt, besitzen Tempo und Witz: Da schlägt der junge James Tiberius (Chris Pine) als James Dean des Mittleren Westens über die Stränge, da muss der spitzohrige Vulkanier Spock (Zachary Quinto) lernen, nach Art seiner Rasse die Ratio über jede Emotion siegen zu lassen; und beide schließlich wetteifern vergnüglich um die Kommandantur des Raumschiffs Enterprise und zugleich um die Gunst der schönen Uhura (Zoë Saldana).

Die Geschichte rund um die Jungfernfahrt der Enterprise ist zwar etwas wirr geraten, und mit zunehmender Dauer geht ihr die Puste aus. Aber wie Abrams – unter anderem Schöpfer von „Lost“, einer der besten Fernsehserien überhaupt – die Jargon-Klassiker der Serie bedient, „Phaser auf Betäubung!“, „Beam me up, Scotty!“, und trotzdem augenzwinkernde Distanz wahrt, das ist durchaus originell.



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Bisher hat es James T. Kirk nur zum jugendlichen Rabauken gebracht, der seinen Platz im Leben noch nicht gefunden hat und in seinem kleinen Landkaff keine Schlägerei scheut. Das ändert sich erst, als Captain Pike, ein Freund von Kirks verstorbenen Vater, ihn auffordert, an der Sternenflottenakademie anzufangen. Als der Romulaner Nero dann die Heimat von Spock bedroht, wächst Kirk über sich hinaus.
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eure Kritiken zu Star Trek

  1. RobbyTobby

    Ein klasse Neustart der Reihe. Tolle regie durch J.J. abrams, tolle Action, klasse Darsteller, unbedingt sehenswert.

  2. Betty85

    Was für ein geiler Film. Endlich mal wieder ein richtig guter Star Trek. Ich hatte schon die größten Befürchtungen bei dem Nicht-Trekker J.J. Abrams. Doch die wurden nicht bestätigt. Dieser elfte Teil ist ein richtig guter Sci-Fi Film für alle, die diese Serie verstehen wollen.

  3. Trekker

    Ja, auch ich hatte größte Befürchtungen, was ein Fernsehregisseur mit einem Prequel einer weltweit erfolgreichen Sci-Fi-Serie anstellen würde. Doch die Befürchtungen waren spätestens nach einer halben Stunde verflogen. Abgesehen von wenigen kleinen Fehlern (Liebesgeschichte Spock-Uhura) ist J.J.Abrams ein wirklich herausragender Neuanfang gelungen. Ein spannender, unterhaltsamer und toller Science-Fiction Film.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*