KRITIK

Spurwechsel

Spurwechsel Wer kennt es nicht: Wichtige Unterlagen verlegt. Einfach nicht mehr auffindbar. Kurz zuvor ein kleiner Zusammenstoß, da muss es passiert sein. Doch kann dieses unbedeutende, kleine Ereignis Leben verändern? Hollywood kann. Oder besser: Roger Michell kann. Ben Affleck und Samuel L. Jackson, Jugend und Erfahrung, Reichtum und Armut, treffen auf einer vielbefahrenen Straße aufeinander. Ein Unfall, ein kurzer Austausch, zwei getrennte Wege. Beide kleine Lichter der Großstadt, gedrängt, gestresst, gefangen in ihren kafkaesken Bürojobs. Der eine will Genugtuung, der andere seine Unterlagen zurück. Sie sind so unterschiedlich, wie zwei Hauptdarsteller kaum sein können.
Sind Männer zickige, unerzogene Kinder? Sind Frauen das stärkere Geschlecht? Was kann passieren, wenn ich zu spät bin? Diese und weitere Fragen kann der Film zwar in knapp 100 Minuten nicht vollständig beantworten, doch er darf und wird ein ruhiges, auf innere Spannung konzentriertes, im guten Sinne sehr unamerikanisches Drama sein und sanft subtil dafür sorgen, dass der Kinozuschauer in Zukunft auf seine Unterlagen ganz besonders gut aufpasst. Christian Gertz



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INHALT

Unter normalen Umständen würde ein Auffahrunfall auf New Yorks befahrenen FDR Drive keine Kettenreaktion auslösen, durch die das Leben zweier Menschen für immer vernichtet werden könnte. Aber an diesem Tag, zu diesem Zeitpunkt, genügt eine kleine Kollision, um zwei sich völlig fremde Männer in erbitterte Gegner zu verwandeln.
Ihre Mittel, sich gegenseitig zu zerstören, mögen unterschiedlich sein, aber letztendlich verfolgen beide das gleiche Ziel: Jeder will die Existenz des anderen systematisch ruinieren, um etwas wiederzubekommen, das beide verloren haben. Der ehrgeizige und erfolgreiche Anwalt Gavin Banek ist auf dem Weg zu einem wichtigen Gerichtstermin. Er ist spät dran und schlängelt sich mit seinem Wagen durch den dichten Verkehr. Auf einer anderen Spur fährt Doyle Gipson, ein Vater, der gerade um das Recht kämpft, seine Kinder zu sehen. Auch er ist in Eile, um rechtzeitig zu einem Gerichtstermin zu kommen. Die Entscheidung, ob er seine Kinder weiterhin sehen darf, hängt von einem viel beschäftigten Richter ab, der keine Zeit zu verschwenden hat.
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Eure Kritiken zu Spurwechsel

  1. tine

    tja ….. diesen film werden wohl einige verpassen: „ich hab keinen bock auf ben affleck …“ „was soll bei der story schon gross passieren?“ „wie, kaum frauen????“ „jackson spielt keinen toughen typen??? och nö ….“ ich musste mich gestern auch erst überreden lassen. gott sei dank! ich stand 1 1/2 stunden unter hochspannung. es gibt nicht wirklich einen sympathieträger in diesem film, man erträgt es manchmal kaum diesem perfiden kleinkrieg zuzuschauen … aber: die bilder fesseln einen, die story hat mich die ganze nacht grübeln lassen und ich brauchte nach dem film erstmal ganz viel ruhe um zu reflektieren …. sicherlich wird es gegensätzliche meinungen geben, habe selbst auch schon einige gehört (ich lass vieles gelten, aber „langweilig“ sicher nicht!), aber ich bin verdammt froh das ich diesen film gesehen habe.

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