KRITIK

Spider-Man 3

Spider-Man 3 „Sie lieben mich!“, ruft Spider-Man beglückt im Trubel der Konfetti-Parade, die New York zu seinen Ehren veranstaltet. Es ist ein neues Gefühl für ihn, den viel geschmähten Helden, der stets nicht nur mit Finsterlingen, sondern auch mit zweifelhaftem Image zu kämpfen hatte.

Nun aber sind Super-Spidy und sein bürgerliches Alter Ego Peter Parker (Tobey Maguire) obenauf, beruflich und privat: Peter plant gar, seiner Freundin Mary-Jane (Kirsten Dunst), die sich mittlerweile als Sängerin am Broadway versucht, einen Antrag zu machen. Doch vor das Glück haben die Götter die Demut gesetzt. Das gilt auch für Comic-Heroen.

Sam Raimis „Spider-Man“-Saga ist auch deswegen die intelligenteste und vergnüglichste Blockbuster-Serie des gegenwärtigen Kinos, weil sie Entwicklungsgeschichte und Lovestory erzählt, statt mit immer neuen Effekt-Orkanen eine Inhaltsleere zu bemänteln.

Sicher, die Tricks sind auch hier staunenswert genug, wenn sich beispielsweise in Gestalt des Mutanten „Sandman“ (Thomas Haden Church) ein gigantischer Spider-Man-Gegenspieler aus dem Dunst materialisiert und durch die Hochhausschluchten New Yorks poltert. Aber tatsächlich erzählt Raimis zweites sehenswertes Sequel von den Schattenseiten des Ruhms.

Vordergründig wird Spider-Man von einer dunklen Substanz aus dem All befallen, welche die Nachtseiten seines Charakters hervortreten lässt. Doch wenn der schmächtige Knabe, dem Tobey Maguire einmal mehr anrührende Allerwelts-Statur verleiht, sein rotes Heldengewand gegen den schwarzen Anzug tauscht, die geliebte Mary-Jane zu vernachlässigen beginnt und in der Jazz-Bar als Ekel auftrumpft, liegt das Bild des Hollywood-Emporkömmlings nicht sehr fern.

Sam Raimi weiß, und das lässt für weitere Teile hoffen, worauf es bei seinem Spider-Man ankommt, der sich so schwerelos durch die Straßen schwingt: Bodenhaftung.



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INHALT

Im dritten Filmabenteuer von Peter Parker alias Spider-Man wird es für den Helden gleich doppelt schlimm. So muss er nicht nur gegen den Ausbrecher Flint Marko bestehen, der sich nach einem Unfall in den geheimnisvollen "Sandman", einen neuartigen Mutanten, verwandelt hat, sondern auch gegen sich selbst, nachdem eine außerirdische schwarze Substanz von ihm Besitz ergriffen hat und seine bösen Seiten zum Vorschein bringt. Zu guter Letzt tritt auch noch Peters ehemaliger Freund Harry Osborn in die Fußstapfen seines Vaters und bekämpft ihn nun als "Green Goblin".
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Eure Kritiken zu Spider-Man 3

  1. Otis

    Um ehrlich zu sein, bin ich schwer enttäuscht. Das ausgerechenet der in Teil Eins und Zwei so perfekt ausgewogene Spider-Man an der klassischsten aller Blockbuster-Sequel Krankheiten scheitern würde, hätte ich nicht vermutet. Schon die Ankündigung dreier Bösewichter stimmte mich skeptisch, dennoch war ich überzeugt, dass Sam Raimi das genial hinbekommen würde. Leider hat das nicht wirklich geklappt, schon die Auswahl der Bösewichte war alles andere als gelungen. Überzeugt der emotionale Konflikt mit Harry als New Goblin noch durchgehend, so fallen Venom und Sandman doch gnadenlos ab.

  2. Andre88

    Ein Wort: GENIAL!!

  3. Doris

    besser als teil zwei finde ich spiderman3 schon, liegt aber wohl nur an venom . . . er ist schon der schurke schlecht hin im spiderman universum . . . fand ich im comic schon richtig ultra . . . von dem her, hat raimi nicht viel falsch gemacht . . .

  4. Andi

    WOW!!!!!! Was für ein Knaller!! Alles Wahnsinn:Soundtrack,Darsteller,Story,Effekte!!!!! Besser ist es nur noch alle drei Teile auf einmal sehen! Daumen nach oben! Kino-Pflichttermin!!

  5. Calvin

    Wie nach einem opulenten Mahl. Hinterher ist man nicht nur satt, sondern auch ein wenig überfressen. Gute Unterhaltung!

  6. Florian

    Eine absolut sinnlose Fortsetzung die, abgesehen von tollen Special Effects, nichts neues zu bieten hat. Die Storybausteine sind total aus der Luft gegriffen und werden am Ende nicht mal ordentlich zusammengeführt. Parker ist peinlicher denn je, MJ sowieso – so sehr ich mich auch bemühe, ich nehm den beiden ihre Liebe nicht ab, das ist schlicht Kindergeburtstag. Höhepunkt ist dann der Retter Spiderman vor der amerikanischen Flagge, einfach nur grottenschlecht. Hollywood reduziert sich mehr und mehr auf special Effects und vergisst die Menschen mit glaubhaften Gefühlen zu berühren.

  7. Colonia

    Hirn abschalten und genießen. Klappte zumindest eine Weile und ich hatte viel Spaß am neuen „Spider-Man“-Film.

    Spidy ist der einzige Superheld, dem man getrost vorwerfen kann, dass er spinnt. Außerdem fand ich die Blutdruck-Episode herrlich und den Sandman-Darsteller schon wegen seiner überragenden Leinwand-Präsenz schier unglaublich. Und: Bei welchem Superhelden wird schon das Fandom gleich im Film so schön auf die Schippe genommen?!

    Der 3. Teil hat leider von allem etwas zu viel: Zu viele Bösewichter, zu viele Effekte (wenn auch sensationell gemacht). Außerdem ist er zu lang geraten und ziemlich vorhersehbar. Aber „Spider-Man“ hat immer noch die gewisse Prise Selbstironie, die ich bei den anderen Comichelden so schmerzlich vermisse.

    Ach, Peter, mach doch mal Deine Butze sauber! Das Glibberzeug ist ja eklig.

    http://www.kalk-kultur.de

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