KRITIK

Sohn von Rambow, Der

Sohn von Rambow, Der Lust auf die frühen 80er Jahre? „Der Sohn von Rambow“ führt geradewegs hinein und erzählt formal und inhaltlich verspielt von einem cineastischen Erweckungserlebnis: Will Proudfoot kratzt gerade am Anfang der Pubertät und hat das Unglück, in einer Sekte aufwachsen zu müssen, die moderne Medien aller Art strikt untersagt.

Dann sieht er im Schuppen seines kleinkriminellen Mitschülers Lee seinen ersten Film: „Rambo“ (1982). Nach dieser Initialzündung kennt die kreative Energie des Jungen kein Halten mehr: Gemeinsam mit Lee und dessen VHS-Kamera beginnen sie, den orthografisch defekten Kurzfilm „Sohn von Rambow“ zu drehen – mit Will selbst als Star.

Trotz des wunderbar improvisatorischem Einfallsreichtums der beiden (man fühlt sich sehr an Michel Gondrys „Abgedreht“ erinnert), stehen bald Eifersüchteleien, präpubertäre Scharmützel, Einwände von Sekten-Seite und ein eitler französischer Austauschschüler im New-Wave-Outfit dem Erfolg im Weg. Regisseur Garth Jennings („Per Anhalter durch die Galaxis“) rauscht dafür liebevoll und kühn durch verschiedene Tonarten und schafft es mühelos, den Film Kindern und nostalgisch gestimmten Älteren gleichermaßen anzupassen.



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INHALT

Filme und Musik sind für den elfjährigen Will strengstens verboten, zieht ihn seine keusche Mutter doch unter den Idealen einer puritanischen Glaubensgemeinschaft auf. Als ihm Schulrabauke Lee eine Raubkopie von "Rambo" zeigt, geht die Fantasie mit dem schmächtigen Jungen durch: Fortan spielt er als Sohn von Rambow die waghalsigsten Stunts nach, während Lee den Spaß filmt - was die Schüler an ihrem Internat begeistert.
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Eure Kritiken zu Sohn von Rambow, Der

  1. Christian

    Nicht so gut wie vermutet aber dennoch recht unterhaltsam. Die Geschichte der beiden unterschiedlichen Freunde geht nicht immer so zu Herzen. Der Geschichte mangelt es an einer stringenten Erzählstruktur. Die Darsteller sind ohne Frage sehr überzeugend. Doch mit dem ähnlichen Kinderfilm „Millions“ hatte Danny Boyle im Jahr 2004 gezeigt, wie es besser geht.

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