KRITIK

So was wie Liebe

So was wie Liebe
Die flippige junge Emily (Amanda Peet) und der linkische junge Oliver (Ashton Kutcher) begegnen einander während eines Fluges nach New York und haben, ohne dass auch nur ein Wort gewechselt wurde, Spontansex auf der Bordtoilette. Wie das Leben eben so spielt. Doch statt es dabei zu belassen, verwickelt Oliver die schöne Unbekannte in ein bisschen zwanghaft-neckischen Smalltalk, bei dem es, zumindest will der Film das suggerieren, mächtig funkt.

Aber ach, sieben Jahre vergehen, ohne dass die beiden endlich heiraten und Kinder bekommen. Zwar begegnen sie sich immer mal wieder, bevorzugt, wenn sie gerade ihre wechselnden Ersatzpartner verlassen haben oder von ihnen verlassen worden sind, und frischen die nie verlöschende Zuneigung auf – meist mit absonderlichen Spielchen. Beispielsweise spucken sie sich im Chinarestaurant Tafelwasser ins Gesicht oder zeigen sich zerkaute Chips im geöffneten Mund. Was Verliebte eben so machen. Aber das Timing stimmt einfach nicht, und so müssen bis zum Happyend noch einige Volten geschlagen werden.

Man muss nicht erst die klassischen Screwball Comedies der goldenen Hollywood-Zeiten zum Vergleich herbeiziehen, um zu verdeutlichen, wie lahm diese Reißbrett-Romanze erscheint, wie wenig es zwischen den Hauptdarstellern funkt, dem Dutzendgesicht Ashton Kutcher („Ey Mann, wo is mein Auto“) und der Allerweltsschönheit Amanda Peet („Melinda und Melinda“). Es genügt, sich an „Harry und Sally“ zu erinnern, der ja auch von einer zeitverschleppten Liebe erzählte. Doch um wie vieles charmanter als dieses Plastikprodukt.



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INHALT

Oliver und Emily lernen sich auf einem Flug von L.A. nach New York kennen, wo sie ihm auf der Toilette zielstrebig an die Wäsche geht. Erst drei Jahre später meldet sich Emily wieder bei Ollie, als sie Liebeskummer hat und ein Silvester-Date braucht. Tags drauf bricht er aus beruflichen Gründen nach San Francisco auf. Zwei Jahre später gibt es ein Wiedersehen und einen Roadtrip ins Death Valley.
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Eure Kritiken zu So was wie Liebe

  1. Annili

    Angucken!Schade, dass dieser überaus nette Film bei euch so mies abschneidet. Zugegeben; nicht jedem dürfte er gefallen. Man sollte schon verliebt sein, denn sonst zerreißt’s einem das Herz, wenn Ashton Kutscher mit Dackelblick „I’ll be there for you“ singt. Die Komik des Films hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie seine Hauptdarsteller!

  2. Manni

    Leute, das war der Flop des Jahres. Zwei gecastete schöne Hauptdarsteller spielen Gekautes-Zeigen und Wasserspritzen… Ne, das war nix.

  3. Heidi

    Hallo, nette Seite.. Ein schöner Film. So einen Ashton Kutcher hätte ich auch gerne. Gibt es den irgendwo? Bitte melden…!

  4. Arielle81

    Hallo, schöne Seite, Glückwunsch! Die hier beschriebenen Filme sind auch meiner Ansicht nach gut rezensiert. Nur diese Komödie hätte ein besseres Urteil verdient. Ich habe mich köstlich unterhalten gefühlt und das verdient eine bessere Note.

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