KRITIK

Skyline

Skyline Achtung, Staubsauger am Himmel: Eines Morgens wabern blaue Lichter über Los Angeles, und wer den Blick auf sie richtet, wird paralysiert und von außerirdischen Energien in riesige Raumschiffe gesogen. Wohl dem, der den Blick am Boden behält. Ein kruder B-Film ist das, was die Gebrüder Colin und Greg Strause hier als zweite Regiearbeit vorlegen. Die erste war „Aliens vs. Predator 2“. Und dieses Sequel war nach dem sehenswerten Original auch schon ziemlicher Murks. Eigentlich arbeiten die Strauses erfolgreich als Effektspezialisten, Tricks aus „The Day After Tomorrow“ oder „Avatar“ gehen auf ihr Konto.

Doch für diese Regiearbeit haben sie kein großes Studio gefunden. So mussten die Strause-Brüder ihren Film selbst produzieren. Denn Studios wissen, dass bei einem mitreißenden Film mehr vonnöten ist als überzeugende Effekte und gutaussehende Darstellerinnen und Darsteller. Eine gute Story? Fehlanzeige. Weshalb die Strauses wohl auch bei allen Klassikern des Alien- und Monsterfilms von „Krieg der Welten“ und „Independence Day“ bis „Alien“ Handlungselemente zusammengeklaut haben und wohl hofften, daraus ergäbe sich am Ende ein rundes Ganzes. Ein fataler Irrtum, denn schon ihre offenbar hastig am Reißbrett hingehauenen Charaktere sind so uninteressant, dass es den Zuschauer nie schert, wenn sie ernsthaft in Gefahr geraten. Schlimmeres kann einem Spannungsfilm eigentlich kaum passieren.

Wie in „Cloverfield“ feiert das Trüppchen Protagonisten (hölzern gespielt von TV-Gesichtern wie Eric Balfour und Scottie Thompson) zu Beginn eine Party, ehe es dann Zeuge der Blaulicht-Invasion wird. Was folgt ist Hatz, Stillstand, Hatz, ungelenke Diskussion, Hatz – und ein in seiner ausgestellten Dümmlichkeit peinlich berührendes Finale. Gute Tricks in stupider Science Fiction: Urteil: überflüssig.



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INHALT

Nach einer feuchtfröhlichen Partynacht wird eine Gruppe von Freunden mitten in der Nacht von einem unheimlichen blauen Licht geweckt. Nicht nur in L.A., sondern auch in anderen Großstädten weltweit, werden Menschen wie Motten von diesem Licht angezogen, nur um sich kurz darauf scheinbar in Luft aufzulösen. Jarrod, seine Freundin Elaine und deren Clique entdecken schnell das Geheimnis des furchterregenden Lichts: Eine gigantische extraterrestrische Streitmacht droht, in rasantem Tempo die gesamte menschliche Bevölkerung vom Erdboden zu saugen.
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