KRITIK

Shrek – Der tollkühne Held

Shrek – Der tollkühne Held Natürlich ist Shrek ein Märchenfilm, natürlich obliegt ihm das immergleiche Strickmuster eines Märchenfilms, des herzerwärmenden Außenseiters, der sich durchzukämpfen hat in der großen, weiten Welt und stets an das Gute glaubt. Doch das war Disney. Schon in der ersten Minute wird dem staunenden Kinobesucher klar, dass das typische Märchen in der eigentlichen Form bei Shrek keine Chance hat. Shrek ist hässlich, groß, mag keine Freunde und am liebsten seine Ruhe. Shrek, der Film, hat so manche Verschiebung und Verzerrung der Märchenstruktur für den Zuschauer parat. Da werden munter Ekligkeiten produziert, Shrek furzt oder formt seinen Ohrenschmalz zu einer Kerze, um nur einige zu nennen. Und es kommt noch besser: Nicht nur dem Disney-Konzern dürfte in diesen Minuten vor Shrek die Luft weg geblieben sein: Als die vielen Märchenfiguren wie Rotkäppchen und der böse Wolf oder die sieben Zwerge in Shreks Haus einziehen, wird der Disney-Konzern hier ganz gehörig auf die Schippe genommen. Gerade aus dieser Veralberung der disneyischen Merkmale, des Transports der kulleräugigen Zwerge in eine beinahe reale Welt zieht der Film sein Gelingen. Hintergrund dieses Ansatzes dürfte der Streit bezüglich des Weggang des Ex-Disney-Topmanagers Jeffrey Katzenberg sein, der nun mit seinen neuen Partnern und neuem Studio das Animationsmonopol Disneys mit Filmen wie „Toy Story“ oder „Bugs Life – Das große Krabbeln“ gehörig ins Wanken bringen möchte. Und zugegeben, das gelingt ihnen (Dreamworks SKG) auch. 275 Computer-Spezialisten investierten fünf Jahre Arbeit, um diese Adaption einschlägiger Märchenklischees auf die Leinwand zu bringen. Shrek ist eine große Abrechnung, kein Klischee wird dabei ausgelassen. Shrek ist einfach ein Film für jung und alt. Wer zu letzt lacht, lacht bekanntlich am besten. Und das kann man bei Shrek reichlich. Christian Gertz



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INHALT

Shrek ist ein Oger und Oger sind grüne Monster, etwa 2,50m groß, die vornehmlich in stinkigen Sumpfgebieten anzutreffen sind. Das Leben von Shrek verläuft für ein Sumpfmonster in geordneten Bahnen. Er hat ein schönes kleines Haus, duscht im Schlammbad und frisst für sein Leben gerne Larven. Shrek liebt die Einsamkeit. Wenn sich jemand in sein Wald hineinwagt, wird er erschreckt und der Einsiedler hat wieder seine Ruhe. Alles in allem ist er aber einfach ein netter Kerl. Doch eines schönen Tages wird seine friedliche Ruhe gestört, als ihm ein frecher, sprechender Esel über den Weg läuft. Er ist auf der Flucht vor den Soldaten des sadistischen Lord Farquaard. Natürlich kann Shrek die Soldaten in die Flucht schlagen, woraufhin jedoch der kecke Esel beschließt von nun an Shreks bester Freund zu sein. Das passt dem Einsiedler aber gar nicht. Nur widerwillig lässt er zunächst den Esel bei sich übernachten. Am nächsten Tag kommt es noch viel schlimmer: Unzählige Märchenwesen bevölkern plötzlich sein trautes Heim. Sie wurden in das ruhige Sumpfgebiet verfrachtet, weil Lord Farquaard keine Fabelwesen in seinem kleinen Reich Duloc duldet. Shrek hat die Nase voll. Gemeinsam mit dem Esel macht er sich zu Farquaards Schloss auf, um wieder für Ruhe zu sorgen in seinem Sumpfgebiet. Im Reich Duloc angekommen, muss sich Shrek zunächst als tapferer Krieger beweisen, bis ihm Lord Farquaard einen Deal vorschlägt........
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Eure Kritiken zu Shrek – Der tollkühne Held

  1. Eliza

    Echt komischDie Story einmal anders: stolzer Schwan wird hässliches Entlein – erfrischend anders eben. Shrek muss man einfach lieben.

  2. Jini

    Kleiner sprechender Esel…Super Film, total süße Figuren, extrem witzig und gute Geschichte. Bin total begeistert!

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