KRITIK

Shooter

Shooter Mark Wahlberg ist ein charismatischer Typ, und er kann ein hervorragender Schauspieler sein, wenn die Geschichte ihm nicht abverlangt, mehr Gefühle zu zeigen als Männer nach ein paar Bier eben zulassen können. Als Pornohengst Dirk Diggler in „Boogie Nights“ war Wahlberg hervorragend besetzt, auch in Martin Scorseses „Departed – Unter Feinden“ – der ihm eine Oscar-Nominierung eintrug – ging er in der Rolle des hitzköpfigen Cops auf.

Das Ungezügelte, Explosive glaubt man ihm immer, denn bekanntlich beglaubigt er sein toughes Image durch eine Vergangenheit als Drogendealer, Unterhosenmodel und Rapper Marky Mark. Und sicher wäre Wahlberg auch in der Lage, einen Film alleine zu tragen, einen Actionfilm zumal, aber mit „Shooter“ tut er sich letztlich doch keinen Gefallen.

Regisseur Antoine Fuqua („Training Day“) beherrscht zwar sein Handwerk. Aber die Story des traumatisierten Ex-Scharfschützen Swagger (Wahlberg), der von undurchsichtigen Geheimdiensten in ein gescheitertes Attentat auf den Präsidenten verwickelt wird und sich plötzlich als Hauptverdächtiger wiederfindet, kommt über Konventionelles nicht hinaus – und schickt Wahlberg in eine Richard-Kimble-auf-der-Flucht-Geschichte mit gewissem Ende. Sicher, Fuquas Paranoia-Thriller mag sich in seiner Kritik an bestimmten amerikanischen Regierungsmachenschaften gewagt finden, aber man weiß doch: Die Realität ist sowieso noch viel, viel schlimmer.



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INHALT

Nachdem ein Unschuldiger bei einem seiner Einsätze ums Leben kam, hat sich der Elitescharfschütze Bob Lee Swagger in die Berge zurückgezogen. Als seine früheren Kollegen ihn um Hilfe bei der Vereitelung eines möglichen Mordanschlags auf den Präsidenten bitten, verlässt er sein selbstgewähltes Exil und gerät prompt in eine Verschwörung.
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Eure Kritiken zu Shooter

  1. Andre88

    Super Aktionfilm, handwerklich gut gemacht, spannent, guter Mark Wahlberg, tolle Story.

  2. Steven

    Coole Stunts und die Actionszenen – vom Feinsten!
    Mark Wahlberg scheint diese Rolle auf den Leib gezimmert worden zu sein, so wie er in der Rolle überzeugt….
    Der Film hätte aber durchaus ab 16 freigegeben werden können, so krass fand ich die Gewaltdarstellung eigentlich nicht.

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