KRITIK

Sex and the City

Sex and the City Es kommt doch auf die Größe an – zumindest, wenn es um Bildformate geht. Aber ist größer auch definitiv besser, wenn es um TV-Serien auf der Kinoleinwand geht? „Sex and the City“, die lang erwartete Kinofortsetzung der erfolgreichen Hit-Serie will das beweisen. Rückblick. Mittwochabend in Deutschland. Die Innenstadt ist wie ausgestorben. Der Fernseher läuft. Und an wenigen Abenden gibt es in einigen Haushalten sogar Streit um das Fernsehprogramm. Der Grund? Mittwochabend ist Frauenabend im TV. Es geht um vier Frauen, nein vier Freundinnen und ihr Leben in New York. Die Serie heißt „Sex and the City“ und als diese 1998 im amerikanischen Fernsehen startete, wurde sie als TV-Innovation gefeiert. Durch sie erfuhr die Welt von der Existenz des Kabelbezahlsenders HBO und seinen Freiheiten mitten im puritanischen Amerika, was das Zeigen nackter Haut und den Gebrauch des F-Wortes angeht. Und noch vieles mehr. Ein Siegeszug setzte an, der sich auch auf deutschen Fernsehbildschirmen fortsetzen sollte. Die Serie war ein Phänomen. Nun wird sie als Kinofilm zur Krönung eines Genres, das wie kein anderes verachtet wird: das so genannte `Chick Flick`.

Doch das erfolgreiche Gesetz der Serie lässt sich nicht so leicht vom kleinen Fernsehschirm auf die große Leinwand übertragen. Eine ganze Reihe lauer Kinoversionen von erfolgreichen Serienklassikern blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Auch diese, wohl weltweit berühmteste Serie über vier Freundinnen? Können Gefühle noch größer werden auf großer Leinwand?

Der Kinofilm bleibt dem Konzept der Serie treu. Und mehr noch. Für Millionen von Männern und das Dutzend Frauen, die hier (noch) ohne Serienkenntnis sind, klärt eine Einführung die Beziehungen untereinander und zu den Partnern noch einmal auf: Anwältin Miranda und Charlotte sind verheiratet mit Kind, Vamp Samantha ist für ihren jungen Posterboy nach L.A. gezogen und Autorin Carrie freut sich auf das Zusammenwohnen mit Traummann Mr. Big und die Ankleide im neuen Penthouse, in der eine Großfamilie residieren könnte. Die Figuren behalten auch auf großer Leinwand ihre Eigenarten und die Dialoge ihren Witz. Es geht hier nur nicht mehr um die Suche nach der Liebe, nach Mr. Right, sondern darum, was man tun kann, wenn man die Liebe gefunden hat und sie über den Alltag hinweg retten möchte. Aus den Thirtysomethings sind inzwischen Fourtysomethings geworden. Aber noch immer wird offen, wenn auch harmloser, über Sex geredet, der Mann geschätzt, aber nur so manches Modelabel wirklich angebetet.

Dem Film vorzuwerfen, dass er nur eine auf 135 Minuten aufgeblasene Version der 25-minütigen Episoden sei, ist genauso müßig wie der Versuch, seine schamlos künstlichen Kreationen an der Wirklichkeit zu messen. Viel Spaß im Kino, liebe Männer! Die Begleitung lohnt sich.



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Vier Jahre nach Serienschluss: Nach langen Singlejahren in New York sind Miranda und Charlotte verheiratet, Carrie und Sexpertin Samantha auf dem besten Weg dahin. Doch als Carries Hochzeit mit Traummann Mr. Big platzt und Mirandas Ehe an der Untreue ihres Mannes scheitert, verdunkelt sich der Himmel über New York. Die Freundschaft der Frauen zeigt sich jetzt stabiler als die Liebe ihrer Männer und kann selbst gebrochene Herzen wieder heilen.
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eure Kritiken zu Sex and the City

  1. tine

    besser gehts nicht!
    … viele erwartungen hatte ich nicht, ausser endlich die mädels wiederzusehen, die mich doch eine ganze zeit begleitet haben … und ein wenig NY-luft zu schnuppern …. habe mich auch erfolgreich um alle spoiler gedrückt … mein fazit: beste unterhaltung!!! ich habe mich blendend amüsiert, gelacht, die ein oder andere träne verdrückt … und war hinterher doch erstaunt das es auch als kinofilm funktioniert, ich hätte noch stundenlang zuschauen können, was die so treiben … war wohl vorher doch etwas skeptisch … irgendwie schon erschreckend wie einem fernsehfiguren ans herz wachsen können 😉

  2. Marine

    Toll. Toll. Toll. Unbedingt ansehen. Ein toller Film.

  3. Doro

    Besser als jede TV-Folge= Reingehen!

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*