KRITIK

Schwerter des Königs – Dungeon Siege

Schwerter des Königs - Dungeon Siege Dr. Uwe Boll ist ein Phänomen: Der deutsche Regisseur, der seit zehn Jahren in Amerika Trashfilme dreht, suhlt sich im Image des „schlechtesten lebenden Regisseurs“ und inszeniert Showkämpfe mit Filmkritikern.

Eine Art Ed Wood der Jetztzeit ist er damit aber noch lange nicht, denn Boll liefert zumindest technisch solides Handwerk, übrigens in allen möglichen Genres: Kürzlich starteten außerhalb Münsters auch sein Splatterfilm „Seed“ und die Groteske „Postal“.

Auf formalen Dilettantismus darf man also nicht hoffen – leider. Denn so fällt der öde Inhalt von Bolls Filmen umso deutlicher auf. Das ist in der Computerspielverfilmung „Schwerter des Königs: Dungeon Siege“ nicht anders. Was wohl eine Art Fast-Food-„Herr der Ringe“ werden sollte, entpuppt sich als zähe mittelalterliche Variante einer von „Ein Mann sieht rot“ bis „Die Fremde in dir“ altbekannten Rächerstory.

Einem wackeren Farmer (Jason „Transporter“ Statham) wird das Kind gemordet und die Frau geraubt, mit seinen Getreuen zieht er in die Schlacht. Es gibt einen guten (John „Gimli“ Rhys-Davies) und einen bösen Zauberer (Ray Liotta), einen edlen König (Burt Reynolds), dümmliche Dialoge, Ethno-Kitsch, Mimen auf verlorenem Posten und Hollywoods Klassenkasper Matthew Lillard als nervtötenden Grimassen-Herzog.

Ernst nehmen kann man das nicht, Spannung bleibt aus. Aber es ist auch eindeutig zu wenig müllig, um doch wieder Spaß zu machen.



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INHALT

Bisher bearbeitete Farmer fruchtbaren Boden, doch als seine Frau bei einem Überfall monströser Kreaturen entführt und sein Sohn getötet wird, mutiert der Mann des Friedens zum Schwert der Rache. Sehr zum Leidwesen des Magiers Gallian, der mit den Krugs, seiner Armee loyaler Totschläger, die Macht im Königreich Ehb an sich reißen will, von Farmer aber zunehmend in seinen Plänen behindert wird.
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